Hanseatisches OLG: Werbung mit Prominenten - Zum Anspruch auf Zahlung einer fiktiven Lizenzgebühr wegen Ausbeutung vermögenswerter Aspekte des allgemeinen Persönlichkeitsrechts.

1. Der widerrechtliche Einsatz des Fotos oder des Namens einer (prominenten) Person zu Zwecken der Werbung können im Hinblick auf die darin liegende Ausbeutung eines vermögenswerten Aspekts des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, die üblicherweise nur gegen Entgelt gestattet zu werden pflegt, zu Bereicherungs- und Schadenersatzansprüchen führen (BGH, Urteil vom 11.03.2009 - Az. I ZR 8/07 - Wer wird Millionär?). 2. Ein Eingriff in die vermögensrechtlichen Aspekte des Persönlichkeitsrechts kann auch dann vorliegen, wenn durch das unmittelbare Nebeneinander einer Ware und des Abgebildeten das Interesse der Öffentlichkeit an der Person und deren Beliebtheit auf die Ware übertragen wird, weil der Betrachter eine gedankliche Verbindung zwischen dem Abgebildeten und dem beworbenen Produkt herstellt, der zu einem Imagetransfer führt (BGH, Urteil vom 11.03.2009 - Az. I ZR 8/07 - Wer wird Millionär?, BGH, Urteil vom 29. 10. 2009 - I ZR 65/ 07 - Der strauchelnde Liebling). 3. Ein r…

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Erschienen 2. September 2010 auf http://www.medien-internet-und-recht.de.

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