Haltung eines gefährlichen Hundes im öffentlichen Interesse

Hunde einer amtlich als gefährlich eingestuften Rasse dürfen in der Bundesrepublik privat nur gehalten werden, wenn es an dieser Ausnahmeregelung ein berechtigtes öffentliches Interesse gibt. Das kann beispielsweise aus Tierschutzgründen bei der Übernahme eines Tieres aus einem Tierheim der Fall sein. Wobei es für die Sondererlaubnis dann aber nicht mehr darauf ankommt, ob der neue Hundehalter auch in dem gleichen Bundesland lebt, in dem das Tier bisher zwangsuntergebracht war. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße entschieden (Az. 5 L 1418/08).

Eine in der Südpfalz wohnende Frau hatte einen American Staffordshire Terrier-Mischling aus einem baden-württembergischen Tierheim zu sich genommen. Doch ihre Stadtverwaltung wies sie mit sofortiger Wirkung an, den nach rheinland-pfälzischem Landesgesetz “gefährlichen Hund” in seine bisherige Unterkunft außerhalb der Landesgrenzen zurückzubringen. Eine Sondererlaubnis für die Haltung des Tieres wäre aus Tierschutzgründen zwar prinzipiell möglich - allerdings nur, wenn der Hund aus einem …

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Themen: Hunde , Bundesland , Hund , Neustadt , American Staffordshire Terrier , Tierheim

Erschienen 14. Februar 2009 auf http://www.kanzlei-finkenzeller.de/aktuell.

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