Haftungsrecht: Knalleffekt im Theater erlaubt
am 16.12.2005 von Recht und Alltag
Theaterregisseure müssen ihr Publikum nicht vor Knalleffekten warnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 8. November 2005 entschieden.
Ein Theaterbesucher hatte das Land Hessen auf Schmerzensgeld verklagt, weil er im April 1999 im Staatstheater Wiesbaden durch den lauten Knall einer Schreckschusspistole einen Hörschaden erlitten habe. Nach den Worten der Karlsruher Richter wissen Theatergänger, dass es dort nicht immer leise zugeht. Empfindliche Menschen müssten Hörschäden daher selbst vorbeugen. (Az: VI ZR 332/04)
Während der Aufführung von Goethes „Faust“ hatte sich einer der Schauspieler einen Ohrenschutz aufgesetzt und dann einen Schuss aus einer Schreckschusspistole abgefeuert. Nach den Untersuchungen eines Sachverständigen kam beim Sitzplatz des Klägers ein Schalldruck von 128 Dezibel an - vergleichbar mit dem Lärm des Düsentriebwerks eines Flugzeugs. Neben der Lautstärke sei aber auch die Dauer des Lärms entscheidend - insgesamt sei ein Hörschaden durch den Schuss unwahrscheinlich gewesen, befand der Gutachter. …
Der Knall im Theater
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten / Theaterregisseure müssen ihr Publikum nicht vor Knalleffekten warnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden. Ein Theaterbesucher hatte das Land Hessen auf Schmerzensgeld verklagt, weil er im April…
Der Theaterbesuch als Gesundheitsrisiko - zur Haftung für Hörschäden beim Einsatz einer Schrecksc...
muepe.de | weblog peter müller / Theaterbesucher müssen [...] damit rechnen, dass in einer Aufführung Schreckschusspistolen zum Einsatz kommen können. Unter Berücksichtigung der Kunstfreiheit und der Unterhaltungserwartungen des Publikums kann der Einsatz von Schreckschusspistol…
Kein Schmerzensgeld für Verletzungen durch Kamelle
RA-Blog / Zuschauer, die beim Karnevalsumzug von Pralinenschachteln am Kopf getroffen und verletzt werden, haben keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. So entschied das Amtsgericht Aachen im Falle eines 63jährigen Zuschauers des letztjährigen Alsdorfer Karneval…
Oberlandesgericht Frankfurt a.M. : Auch ein verurteilter Mörder darf nicht erkennbar zur Hauptfigur eines Horrorfilms gemacht werden - Verbot des Spielfilms Rohtenburg bestätigt.
MEDIEN INTERNET und RECHT / OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 17.6.2008, Az. 14 U 146/07; vorausgehend LG Kassel, Urteil vom 5.7.2007, Az. 8 O 1854/06) Mit einem am 17.6.2008 verkündeten Urteil hat das Oberlandesgericht eine Entscheidung des Landgerichts Kassel bestätigt,…
Zu haftungsrechtlichen Fragen, wenn sich ein Zuschauer bei einer Theateraufführung verletzt
Recht und Alltag / Das Theater lebt vom Publikum. Und nicht nur finanziell. Die Darsteller erfahren unmittelbar, wie das Bühnenstück beim Besucher ankommt: Durch Klatschen, Lachen, Stille, Unruhe, Buhen oder Verlassen des Zuschauerraumes. Die Bühnenleute sollten abe…
Schuss aus der Schreckschusspistole
schreibmaschine / Weil er bei einem Streit auf Kiliani eine mit Gaspatronen geladene Schreckschusspistole eingesetzt und dabei drei Personen verletzt hat, muss ein 21-jähriger Würzburger 80 Stunden soziale Hilfsdienste ableisten. Jugendrichter Dr. Hubert St&…
Waidmannsheil - Jäger bei böhmischer Streife getroffen
Lichtenrader Notizen / Pressemitteilung des Landgerichts München I: Kläger und Beklagte, beide aus dem Raum München, hatten an einer Treibjagd teilgenommen, bei der die Jäger nach Art der böhmischen Streife dicht nebeneinander gehend Wild aufspürten. Der Kläger, S…
Kein Auskunftsanspruch gegen Internet-Provider bei Verstoß gegen Urhebergesetz durch Nutzer
Lichtenrader Notizen / Das OLG Frankfurt/Main hat in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren durch Urteil vom 25.01.2005 - 11 U 51/04 - - 2/3 O.297/04 - ) eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Frankfurt/Main vom 07.06.2004 aufgehoben, in der der Beklagten (Inte…
