LG Berlin: Störer-Haftung bei Links auf externe Angebote
domainundrecht.de | 15. Juli 2005 — Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil vom 14.06.2005 (Az.: 16 O 229/05) entschieden, dass der Inhaber eines Interne…
Dass das Anbringen eines “Disclaimers” mit dem Urteil des Landgerichts Hamburg aus dem Jahr 1998 grundsätzlich nicht die Haftung des Websitebetreibers für evtl. rechtswidrige Inhalte auf von ihm verlinkten Seiten ausschließt, dürfte mittlerweile bekannt sein. Erstens ergibt sich dies ohnehin nicht aus dem Wortlaut des Urteils, zweitens kann schon aus Gründen der Vernunft gerade ein bewusstes Verlinken rechtswidriger Inhalte nicht dadurch besser gestellt werden, dass der Linksetzer seine Verantwortung dafür ausschließt. Peter Müller verweist jetzt auf ein Urteil des LG Berlin, das die Wirksamkeit eines solchen Haftungsausschluss in einem solchen Fall ausdrücklich verneint:
Steht danach fest, dass sie auf der von ihr betriebenen Seite unter Verletzung von Verwertungsrechten Songs der Öffentlichkeit über das Internet zugänglich machte, so haftet sie für diese Rechtsverletzung als Störerin unabhängig vom Verschulden allein deshalb, weil sie über die tatsächliche und rechtliche Möglichkeit verfügte, den Eingriff in das fremde Recht zu unterbinden. Dazu hätte eine Entfernung des Links genügt.
§ 11 TDG ist in diesem Zusammenhang nicht anwendbar, denn er gilt nicht für Unterlassungsansprüche (BGH GRUR 2004, 860 - Internet-Versteigerung-).
Aus dem Haftungsausschluss folgt nichts anderes, Auch diese Klausel ist ihrem Inhalt nach auf Schadenersatzansprüche zugeschnitten, die hier nicht geltend gemacht sind. Die Antragsgegnerin kann daraus für sich kein Recht auf Fortsetzung einer als unrechtmäßig erkannten Handlungsweise ableiten.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.domainundrecht.de | 15. Juli 2005 — Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil vom 14.06.2005 (Az.: 16 O 229/05) entschieden, dass der Inhaber eines Interne…
muepe.de | weblog peter müller | 2. November 2005 — Das LG Berlin hatte einen Fall zu entscheiden (Urteil v. 14.06.05 - 16 O 229/05), in dem es in der Sache um Vervielfaltigungs- und…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 19. Dezember 2008 — LG Berlin, Urteil vom 14.06.2005, Az. 16 O 229/05§§ 97, 19 a UrhG, 11 TDG Das LG Berlin hat in dieser Entscheidung zu erken…
RA-Blog | 23. September 2005 — Der Spiegel berichtete gestern über “Das Märchen vom Disclaimer“, das allgegenwärtige Distanzieren von Inhalten fremder Webse…
RA Kadelke | 15. Mai 2008 — Das Landgericht Hamburg hat entschieden. Das tut es ja häufig und gerade im Presserecht hat es zumindest die Zivilkammer 24 sch…
RA-Blog | 19. März 2006 — Jeder weiß, dass ein Haftungsausschluss für Links auf andere Seiten nutzlos ist. Nein, natürlich weiß das nicht jeder. Eine K…
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 2. Mai 2011 — LG Berlin Urteil vom 15.03.2011 15 O 103/11 Urheberrechtsverletzung RSS-Feed Das LG Berlin hat entschieden, dass ein Webseitenbetr…
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 2. Mai 2011 — LG Berlin Urteil vom 15.03.2011 15 O 103/11 Urheberrechtsverletzung RSS-Feed Das LG Berlin hat entschieden, dass ein Webseitenbetr…
Juristisches bei unfehlbar.net | 28. November 2006 — An sich sollte mittlerweile allgemein bekannt sein, dass der häufig verwendete Disclaimer, in dem auf das berühmte Urteil des …
Weblawg.de | 14. August 2009 — "... In fast jedem Disclaimer oder Haftungsausschluss wird auf das Urteil des LG Hamburg v. 12. Mai 1998 verwiesen. Es ist das woh…
Weblog | Domainrecht | Domainnamen | Urteile | Rechtsprechung | Download | Internet | M�nchen" />