Hohe Mithaftung bei erlaubten 200 km/h
Motorradrecht | 20. Februar 2007 — Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat am 8.1.07 geurteilt: Wer durch eine an sich erlaubte Geschwindigkeit von 200 km/h ein…
Das Oberlandesgerichts Koblenz urteilte am 8. Januar 2007 (Aktenzeichen: 12 U 1181/05) über den folgenden (Un-)Fall:
Ein Motorradfahrer fuhr mit mindestens 190 km/h auf ein Fahrzeug auf, das auf der Autobahn in Höhe einer Auffahrt mit 110 km/h auf die linke Spur wechselte. Bei dem Unfall wurden alle Beteiligten verletzt und die Fahrzeuge beschädigt. Der Motorradfahrer hatte den Spurwechsel des Autofahrers als unachtsames Ausscheren wahrgenommen und verlangte vor Gericht Schadensersatz und Schmerzengeld in fünfstelliger Höhe. Seinen eigenen Haftungsanteil bezifferte er auf lediglich 25 Prozent. Das sahen die Richter anders. Da keinem der Unfallbeteiligten ein Verschulden nachgewiesen werden könne, müsse die jeweilige Betriebsgefahr gegeneinander abgewogen werden. Als Betriebsgefahr wird im Straßenverkehr die Gefahr bezeichnet, die schlicht der Betrieb eines Kraftfahrzeugs mit sich bringt. Zu Lasten des Autofahrers gewichtete das Gericht den auf Autobahnen bei herannahendem Verkehr immer gefahrvollen Fahrspurwechsel, zu Lasten des Motorradfahrers die hohe Geschwindigkeit, mit der er auf der linken Spur fuhr. Eine derartige Überschreitung der Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h sei zwar erlaubt, wenn keine Begrenzung vorliegt. Der Mann habe aber nicht mehr rücksichtsvoll und unfallvermeidend fahren können, und so ein erhebliches Gefahrenpotential geschaffen. Zu dem Auf… » Vollständiger ArtikelMotorradrecht | 20. Februar 2007 — Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat am 8.1.07 geurteilt: Wer durch eine an sich erlaubte Geschwindigkeit von 200 km/h ein…
Das interessiert doch wieder keine Sau... | 7. Februar 2007 — So läßt sich kurz ein Urteil des OLG Koblenz (OLK Koblenz, Urteil vom 08.01.2007, Az.: 12 U 1181/05) zusammenfassen. Anlaß de…
Recht & Mediation | 23. Juli 2009 — Mit der Frage Fahrspurwechsel und Auffahrunfall auf der Autobahn hatte sich das Saarländische Oberlandesgericht auseinanderzuse…
Rechtsanwalt Achim Flauaus | 20. November 2008 — So könnte man ein Urteil des Landgerichts Darmstadt übersetzen. Der Motorradfahrer fuhr auf der Vorfahrtsstraße durch Gernsheim…
Schadenfixblog | 19. Februar 2010 — Das Einfädeln vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn erfordert die volle Konzentration des Autofahrers. Er muss die Länge…
LawBike.de | 9. Januar 2012 — Das OLG Stuttgart hatte in der Berufungsinstanz über einen schweren Motorradunfall zu entscheiden. Der Fall: Der auf einer …
Rechtsanwälte Spoth Beyer Reidlingshöfer | 2. November 2010 — Wer mit seinem Fahrzeug auf ein vorausfahrendes Fahrzeug auffährt, gegen den spricht regelmäßig der sog. Beweis des ersten Ansc…
Recht und Alltag | 16. November 2005 — Der „Auffahrende“ musste bislang zumindest den größeren Teil des Schadens tragen. Aber nach einem Urteil des Saarländischen Ober…
Recht und Alltag | 20. Juni 2007 — Wer sich seine Vorfahrt erzwingt, muss damit rechnen, bei einem Unfall auch mitzuhaften. In dem vom Oberlandesgericht Saarbrü…
JuracityBlog | 23. Januar 2007 — So entschied das Landgericht Coburg mit dem jetzt bekannt gewordenen Urteil vom 15.11.2006 - Aktenzeichen 12 O 421/05 - übe…
Berlin, 20. Februar 2007, Raser haften bei Unfällen