Impressumsgrausamkeiten
MKB Rechtsblog | 10. Januar 2011 — Im Rahmen meiner wettbewerbsrechtlichen Tätigkeit tummele ich mich durchaus häufiger auf den entsprechenden Impressumsseiten de…
Derzeit rauscht es in den deutschen Hip-Hop-Blogs. Viele der Blogger verlinken in ihren Beiträgen so genannte Mix-Tapes. In meiner Jugend (hüstel) kannte ich diesen Begriff noch als Zusammenstellung meiner Lieblingslieder auf Compact-Cassetten - die älteren dürften sich noch daran erinnern. Heute verstehen Hip-Hopper darunter eine Zusammenstellung von Musik durch DJs (siehe auch Wikipedia). Die Compact-Cassetten waren über jeden Zweifel erhaben. Die heutigen Mix-Tapes jedoch werden teilweise über das Internet verbreitet. Und in diesen Datenpaketen befindet sich überwiegend urheberrechtlich geschütztes Material. Die Verbreitung solcher geschützten Lieder ist rechtswidrig - das wissen die meisten Filesharer mittlerweile. Bislang richteten sich die so genannten "Abmahnanwälte" wie Rasch, Waldorf und sonstige vor allen Dingen gegen Nutzer von Tauschbörsen. In letzter Zeit sah man sich verstärkt auch ebay-Nutzer genauer an, die Bootlegs oder im außereuropäischen Raum gekaufte Musik verkauften. Und jetzt eben die Blogs. Stellungnahmen und Tatsachenberichte gibt es einige: mixtapesammelstelle.de, djmq, rapresent und andere. Teilweise haben diese Blogger Mixtapes direkt verlinkt, teilweise auf Seiten verlinkt, von denen dann der Download gestartet werden kann bzw. konnte. Das ist durchaus ein Unterschied: Die Haftung für Links ist nur am Rande gesetzlich geregelt. Letztlich ist ein Link ja nur eine Verknüpfung, die an sich erst einmal keine Haftung auslöst. Es geht also um die Umstände, wie der Link gesetzt wurde - was will derjenige, der den Link setzt, damit ausdrücken? Und: Wusste er (bzw.: hätte er wissen können), dass sich hinter dem Link etwas Rechtswidriges verbirgt? Die Rechtsprechung ist hier noch etwas uneinheitlich. Hier wird in den Kommentaren und bei Twitter auch gerne das so genannte "Paperboy"-Urteil des Bundesgerichtshofs genannt. Das greift hier nicht, weil es sich in diesem Urteil um Presserecht handelte und dies anders zu beurteilen ist als urheberrechtliche Fragen. Es heißt also mal wieder, dass jeder Fall einzeln zu prüfen ist: Die Fragen, die zu stellen sind, lauten: Wurde von einer privaten oder einer gewerblichen Seite aus verlinkt? Wurde direkt auf die urheberrechtlich geschützte Datei verlinkt oder nur generell auf eine andere Seite, die dann weiter auf diese Datei verlin…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. September 2009 auf http://klawtext.blogspot.com/.
MKB Rechtsblog | 10. Januar 2011 — Im Rahmen meiner wettbewerbsrechtlichen Tätigkeit tummele ich mich durchaus häufiger auf den entsprechenden Impressumsseiten de…
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RA J. Melchior, Wismar | 1. April 2009 — ... fliegen Fliegen Fliegen nach. Dieser Satz zur Veranschaulichung der (angeblichen) Erforderlichkeit der Groß- und Kleinschre…
LawBlog | 26. März 2009 — Über die Durchsuchung beim Inhaber der Domain wikileaks.de wurde schon gestern viel berichtet. Als Anwalt des Betroffenen konnt…
Presserecht aktuell | 21. April 2010 — Wie nicht anders zu erwarten, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland das erste Urteil über einen bei Twitter …
Presserecht aktuell | 20. April 2010 — Wie der Kollege Rauschhofer mitgeteilt hat, hat das Landgericht Frankfurt in einem Beschluss eine Haftung für bei Twitter gepos…
Sony, Warner & Universal reiten derzeit auf einer Abmahnwelle und mahnen Blogs mit Links zu Mixtapes mit Artists wie Curse, Atmosphere, Eminem,