Haffa-Bürder unterliegen vor dem Bundesverfassungsgericht
am 17.05.2006 von http://www.strafblog.de
Die früheren Börsenstars Thomas und Florian Haffa sind mit ihrer Verfassungsbeschwerde gegen ihre strafrechtliche Verurteilung wegen Verstoßes gegen das Aktiengesetz gescheitert und damit nunmehr endgültig verurteilt, wie das HANDELSBLATT online berichtet. Das Bundesverfassungsgericht habe die Beschwerde der Brüder mit gestrigem Beschluss nicht zur Entscheidung angenommen und damit verworfen. Das Landgericht München hatte die Vorstände des Medienunternehmens EM.TV bereits im April 2003 wegen unrichtiger Darstellung der Unternehmensverhältnisse zu Geldstrafen von 1,2 Millionen Euro und 240.000 Euro verurteilt. Unter anderem sollen die Brüder im August 2000 falsche Umsatzzahlen veröffentlicht und den Aktienkurs damit nach oben getrieben haben. In der umstrittenen Ad-Hoc- Mitteilung ging es um den Einstieg von EM.TV in die Formel-1-Gruppe sowie um einen millionenschweren Lizenzvertrag: Beide Geschäfte waren für das erste Halbjahr 2000 aufgeführt, obwohl sie erst später abgeschlossen und damit noch nicht im Halbjahresbericht hätten aufgeführt werden dürfen. Der Aktienkurs war eingebrochen, nachdem die Unternehmenszahlen im Oktober korrigiert worden waren.
Die Karlsruher Entscheidung ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 2 BvR 131/05 - Beschluss vom 27. April 2006)
Autor: RA Rainer Pohlen
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