Haben Porsche und das Land Niedersachsen kein Stimmrecht bei der VW AG?
am 26.04.2006 von http://notizen.duslaw.eu
Der britische Fonds Hermes will vermutete Absprachen zwischen den Großaktionären
der VW AG geprüft wissen (so berichtet die Financial
Times über einen ihr vorliegenden Brief an VW): Hermes is concerned the
agreement could be a concert party. If evidence of an agreement emerges, the consequences
for the shareholders ... could be rather dramatic, including a loss of voting and
dividend rights or the requirement to launch a takeover bid, the letter says.
Das Land Niedersachsen hält 20,75% und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hält 21,28%
der Stimmrechte an der Volkswagen AG (Börsenzeitung v. 26.4., S. 9). Die Angaben im
Geschäftsbericht 2005 der VW AG (18,2%; 18,5%) beziehen sich auf die Situation vor
der im Februar 2006 erfolgten Einziehung der eigenen Aktien der VW AG. Verwirrend:
Die Beteiligungsdatenbank
der Bafin notiert die Porsche AG nur mit 10,26%. Wie auch immer, die beiden Großaktionäre
kommen zusammengerechnet auf über 30% der Stimmrechte an der VW AG.
Eine solche Zusammenrechnung ist nach § 30 Abs. 2 WpÜG geboten, wenn das Verhalten
in Bezug auf die Zielgesellschaft auf Grund einer Vereinbarung oder in sonstiger Weise
ab(ge)stimmt ist. Wäre den Großaktionären, die sich nach Presseberichten etwa über
die Personalie Vorstandsvorsitzender (Pischetsrieder) bzw. über die Besetzung des
Aufsichtsrats abgesprochen haben sollen, ein solches acting in concert nachzuweisen,
dann …
Porsche bei VW
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten / VW, Land Niedersachsen und Porsche haben sich auf die künftige Machtverteilung im Aufsichtsrat geeinigt. Den Weg für den Kompromiss machte Ferdinand Piëch frei. Ich trete 2007 nicht wieder als Aufsichtsrats-Vorsitzender an, erklärte er in einem …
Vereinbarung über Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden kein acting in concert (BGH)
Unternehmensrechtliche Notizen / Die Vereinbarung unter Großaktionären, wer (nach interner Wahl gem. § 107 Abs. 1 AktG) Aufsichtsratsvorsitzender werde, ist kein abgestimmtes Verhalten iSv § 30 Abs. 2 WpÜG. Der BGH hat am 18.9.2006 entscheiden: Das abgestimmte Verh…
VW-Gesetz fällt, Porsche tatsächlich > 30%: Pflichtangebot?
Unternehmensrechtliche Notizen / Der EuGH hat heute erwartungsgemäß festgestellt, dass das VW-Gesetz gegen die Freiheit des Kapitalverkehrs (Art. 56 EG) verstößt. Spätestens nach Aufhebung des Gesetzes kann und will Porsche wirklich die vollen (> 30%) der Stimmrechte ausü…
Pflichtangebot von Porsche an VW-Aktionäre zu früh?
Unternehmensrechtliche Notizen / Kontrolle ist das Halten von mindestens 30 Prozent der Stimmrechte an der Zielgesellschaft (§ 29 II WpÜG). Wer die Kontrolle erlangt , hat den Aktionären der Zielgesellschaft ein Kaufangebot zu machen (§ 35 II WpÜG). Die Porsche AG hält sei…
Podiumsdiskussionen zum IT-Recht
Die neue Mehrsprachigkeit / In Hannover finden am 24.10, 14.11 und 05.12.2005 Podiumsdiskussionen zum IT-Recht statt. Organisiert wird alles vom Institut für Rechtsinformatik der Uni Hannover sowie der EULISP Alumni e.V.. Themen : 24.10 -  …
Continental AG, Schaeffler und die Optionen
Unternehmensrechtliche Notizen / Die FTD berichtet heute: “Eine Gruppe internationaler Banken hat Continental-Aktien gekauft und Schaeffler mit Call-Optionen ausgestattet, hieß es in Finanzkreisen. Das Familienunternehmen habe so Zugriff auf rund 30 Prozent der Aktien, hieß…
»Geiz ist eine Todsünde«
mepHisto-bLAWg / Porsche-Chef Wendelin Wiedeking äußert sich im Zeit-Dossier über den Wert der Arbeit, die Kritik am Kapitalismus und die Frage, warum Milch nicht billiger sein darf als Cola.…
