Guttenberg stimmt Veröffentlichung von Untersuchung zu

Berlin (Reuters) - Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg lässt in der Plagiatsaffäre um seine Dissertation die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse der Universität Bayreuth zu.

Zwar berühre die Frage die Persönlichkeitsrechte Guttenbergs, "gleichwohl stimmt unser Mandant der Veröffentlichung der Kommissionsergebnisse zu", erklärten Guttenbergs Anwälte Alexander Graf von Kalckreuth und Klaus Leipold am Mittwoch in Berlin. Entgegen anderslautender Medienberichte habe Guttenberg weder eine Klage gegen die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse angedroht noch eingereicht.

Mehrere Zeitungen hatten berichtet, Guttenberg wolle nicht zulassen, dass die Untersuchung seiner Dissertation veröffentlicht werde. Die Universität Bayreuth gehe davon aus, dass Guttenberg beim Verfassen seiner Dissertation absichtlich getäuscht habe. Die Kommission, die den Plagiatsfall prüfe, habe ihre Arbeit weitgehend abgeschlossen. Der offizielle Bericht solle Ende April fertig sein.

Guttenberg war Anfang März von allen Ämtern zurückgetreten. In den Wochen zuvor war bekanntgeworden, dass seine Doktorarbeit zahlreiche Passagen enthält, die von anderen Autoren übernommen, aber nicht als Zitate gekennzeichnet worden waren. Guttenberg selbst sprach von handwerklichen Fehlern, die Opposition warf ihm gezielte Täuschung vor.



Quelle: Reuters (13. April 2011)

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Erschienen 13. April 2011 bei http://www.reuters.com.

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