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Grundsicherung

am 27.07.2005 von Vertretbar Weblawg

Früher nach dem Grundsicherungsgesetz, heute nach dem SGB XII, haben Menschen über 65 oder erwerbsgeminderte Personen ab 18 unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Gewährung von Leistungen der Grundsicherung. Einen solchen Antrag hat auch Frau X Anfang 2004 wegen ihrer Erwerbsminderung gestellt. Etwa vier Monate nach Einreichung des Antrags kam trotz wiederholter Anfragen endlich die Auskunft, welche Unterlagen noch zu ergänzen seien. Die Untätigkeit bei der Behörde setzte sich fort und erst nach wiederholten Anfragen kam schließlich weitere sechs Monate später ein Ablehnungsbescheid.
Gegen diesen Ablehnungsbescheid wurde innerhalb der Monatsfrist Widerspruch eingelegt, der mit weiterem Schreiben etwa einen Monat später ausführlich begründet wurde. Was passierte? Richtig - nichts. Weder eine Eingangsbestätigung noch eine Sachstandsmitteilung erreichte die Antragstellerin (zwischenzeitlich hatte mehrfach der zuständige Sachbearbeiter gewechselt). Erst eine Eingabe an die Behördenleitung weitere drei Monate später brachte Bewegung in die Sache. Ja, Widerspruch und Begründung seien eingegangen, man werde kurzfristig darauf zurückkommen.
Und tatsächlich: Jetzt, im Juli 2005, ist ein Bescheid eingetroffen. Hiernach ist - entgegen dem ursprünglichen Ablehnungsbescheid - allein für die ersten vier Monate nach Antragstellung ein Betrag in deutlich dreistelliger Höhe nachzuzahlen, von dem selbst nach Verrechnung mit anderen Leistungen immer noch ein hübscher Betrag zur Nachzahlung übrig bleibt. Zusammengefasst: Insgesamt 17 Monate nach Antragstellung ist über die Leistungsberechtigung in den ersten vier Monaten nach Antragstellung tatsächlich Auskunft erteilt und konkret abgerechnet worden. Bleibt zu prüfen, ob die Abrechnung jetzt richtig ist - und was mit den weiteren 13 Monaten ist, die immer noch offen sind.
Vielleicht sollte man am Rande erwähnen, dass …

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