Grippemittel Tamiflu nach Todesfällen unter Beobachtung
am 19.11.2005 von Medizin & Recht
Nach einer beunruhigenden Serie von Todesfällen in Japan steht das Grippemittel Tamiflu in der Diskussion. Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, beschäftigen sich sowohl die amerikanische Federal Drug Administration (FDA) als auch die europäische Arzneimittelagentur EMEA derzeit mit der Sicherheit des Arzneimittels:
Japanische Medien hatten berichtet, dass zwei Kinder im Alter von 14 und 17 Jahren nach der zweiten Dosis von Oseltamivir in suizidaler Absicht aus dem Fenster eines zweistöckigen Gebäudes gesprungen seien. Beide überlebten, doch wie die Recherchen der Zulassungsbehörden ergaben, handelt es sich offenbar nicht um die einzigen Fälle von neuropsychiatrischen Auffälligkeiten in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme des Grippemedikamentes. Der FDA liegen 75 Berichte über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach dem pädiatrischen Einsatz von Tamiflu vor, darunter zwölf Todesfälle.
Indessen gibt das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte Entwarnung, meldet die Rheinische Post. Es gäbe höchstens ein geringes Risiko und nur wenige Anhaltspunkte für den Zusammenhang zwischen Einnahme des Arzneimittels und den späteren Todesfällen.
Gemäß § 5 Abs. 1 AMG ist es …
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