Gottes Werk und Googles Beitrag – Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie

Provider-Jurist zum Leistungsschutzrecht: „Netzsperren für Verlagsinhalte wären denkbar.“Gottes Werk und Googles Beitrag Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie Die Medienwelt befindet sich durch die Folgewirkungen der Digitalisierung in einem epochalen Umbruch. Die Zeitungen, einstmals stolze Träger der “vierten Gewalt”, fürchten um ihr klassisches Geschäftsmodell einer anzeigen- und abofinanzierten Bündelung journalistischer Inhalte. Denn der Wegfall der Distributionskosten und die Verweisstrukturen im Internet haben machtvolle Konkurrenz erwachsen lassen. Aggregationstechnologien, soziale Netzwerke und Blogs bieten Leser_innen vielfältige Möglichkeiten, viel gezielter nach Themen zu suchen und Beiträge im Netz mit eigenen Kommentaren und Faktenchecks anzureichern. Die Zeitungsverlage müssen auf dieses veränderte Konsumverhalten reagieren, doch bislang hat sich kein funktionierendes Modell für bezahlten Online-Journalismus herausgebildet. Im Gegenteil: Aktuelle Nachrichten sind heute in der Regel kostenlos über das Internet oder mobile Applikationen zu beziehen. Von den damit verbundenen Werbeerlösen profitiert vor allem ein Unternehmen wie Google, das mit 85 Prozent den Markt der Suchmaschinen dominiert. Nun möchten auch deutsche Zeitungsverlage an dessen Erlösquellen beteiligt werden. Die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern müsse auch im digitalen Raum ihren Preis haben, fordert die Zeitungsbranche. Ein eigenes “Leistungsschutzrecht”, fest im schwarz-gelben Koalitionsvertrag verankert, soll ihnen dafür eine gesetzliche Grundlage geben. Wie begründen sich die Ansprüche der Verlage? Welchen Wert messen wir professionellem Journalismus heute zu? Mit: Dr. Till Jaeger (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Berlin) Christoph Keese (Head of Public Affairs, Axel Springer AG, Berlin) Dr. Eva-Maria Schnurr (Freie Journalistin, Hamburg) Malte Spitz (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen, Berlin) Moderation: Matthias Spielkamp (Freier Journalist, Berlin) Twitter-Hashtag: #boell Anmeldung erwünscht Informationen: Monika Steins Fon: 030-28534-244 E-Mail: steins@boell.de Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin Veranstaltungs- ort Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin Raum: Kleiner Saal 1/2 10117 Berlin, Schumannstr. 8 Mit der S-Bahn oder mit der U-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße. Ausgang über die Spree, dann Albrechtstraße, Reinhardtstraße überqueren und nach links in die Schumannstraße. Lageplan Programm

Kommende Woche Mittwoch ist es soweit: Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet (unterstützt von iRights.info) eine Podiumsdiskussion zum Leistungsschutzrecht.

Gottes Werk und Googles Beitrag

Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie

Die Medienwelt befindet sich durch die Folgewirkungen der Digitalisierung in einem epochalen Umbruch. Die Zeitungen, einstmals stolze Träger der “vierten Gewa…

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Themen: Google , Berlin , Journalismus , Jurist , Konkurrenz , Internet Governance , Koalitionsvertrag , Soziale Netzwerke , Internet-regulierung , Lobbyismus , Verlage

Erschienen 14. Januar 2010 auf http://immateriblog.de/.

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