Gorleben wird wieder auf Eignung als Atomendlager untersucht

Berlin (Reuters) - Der Gorlebener Salzstock soll nach zehnjähriger Unterbrechung wieder auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktiven Atommüll untersucht werden.

Dies sei in der abgelaufenen Woche im Bundesumweltministerium beschlossen worden, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab. Die Prüfung der Salzstollen als dauerhafte Deponie für den Müll aus Atomkraftwerken könne acht bis zehn Jahre in Anspruch, habe es im Ministerium geheißen. Eine Sprecherin von Umweltminister Norbert Röttgen wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren und verwies auf eine Pressekonferenz des CDU-Politikers zur Erkundung von Gorleben am Montag.

Die rot-grüne Bundesregierung hatte neben dem Ausstieg aus der Atomenergie 2000 auch einen befristeten Stopp der Erkundungsarbeiten im niedersächsischen Gorleben durchgesetzt. Dieses Moratorium endet in diesem Jahr.

Das Magazin berichtete weiter, die künftige Erkundung solle auf Grundlage des alten Bergrechts und nicht auf Grundlage des Atomrechts fortgesetzt werden. Beim Bergrecht sei eine geringere Bürgerbeteiligung als beim Atomrecht vorgesehen. Dies kritisierte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast scharf. Röttgen stütze seine Pläne auf völlig überaltertes Recht. Die Menschen in der Gorlebener Region sollten mit Tricks für dumm verkauft werden, erklärte sie am Samstag. Gorleben sei als Standort für ein Atom-Endlager fragwürdig. Nötig sei ein Neuanfang bei der Suche nach einer Deponie für hochradioaktiven Atommüll.



Quelle: Reuters (13. März 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Cdu , Bundesregierung , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Atom , Norbert , Dumm , Gorleben , Moratorium , Energy And Resources , Nuclear Power , Consumer Electronics , Household Durables , Commodities And Energy Markets

Erschienen 13. März 2010 bei http://www.reuters.com.

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