Gläubigerbeeinträchtigung trotz Masseunzulänglichkeit

Eine Beeinträchtigung der Gläubigerbefriedigung liegt auch dann vor, wenn die vom Schuldner nicht abgeführten Beträge lediglich zur (teilweisen) Deckung der Verfahrenskosten ausreichen.

Eine für die Versagung der Restschuldbefreiung erforderliche Beeinträchtigung der Gläubigerbefriedigung liegt auch dann vor, wenn durch die Obliegenheitsverletzung nur Massegläubiger, wozu auch die Staatskasse bezüglich der Verfahrenskosten gehört, benachteiligt werden.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist für das Anfechtungsrecht anerkannt, dass durch eine Masseunzulänglichkeit eine Gläubigerbenachteiligung nicht ausgeschlossen wird. Andernfalls würde das Ziel des Insolvenzverfahrens, die Gläubiger – und dazu zählen auch die Massegläubiger – zu …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Verbraucherinsolvenz , Bundesgerichtshof , Restschuldbefreiung , Verfahrenskosten
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 13. Mai 2011 auf http://www.rechtslupe.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Verfahrenskostenstundung im Verbraucherinsolvenzverfahren

ent-schuldigung.de | 18. November 2010 — Wenn kein ausreichendes Vermögen vorhanden ist, durch das die Kosten des Verfahrens gedeckt werden können, wird der Insolvenz…

BGH: Einer strafbewehrten Unterlassungserklärung fehlt es nicht an der Geschäftsgrundlage bei gleichzeitiger gerichtlicher Entsc…

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 11. März 2010 — BGH Urteill vom 17.09.2009 I ZR 217/07 Testfundstelle BGB § 147 Abs. 2, §§ 315 Abs. 1, 339; ZPO § 890 Leitsätze des BGH: a) B…

Verlängerung der Verfahrenskostenstundung

Rechtslupe | 6. Juni 2011 — Über eine Verlängerung der Verfahrenskostenstundung wird nur auf Antrag entschieden. Nach Bestätigung des Insolvenzplans und …

Sperrfrist bei Rücknahme des Insolvenzeröffnungsantrags

Rechtslupe | 14. November 2011 — Ist in einem Insolvenzverfahren dem Schuldner wegen eines Verstoßes gegen § 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO die Kostenstundung versagt wo…

Der Umzug im laufenden Restschuldbefreiungsverfahren

Rechtslupe | 30. Juni 2010 — In der Wohlverhaltensperiode ist der Schuldner gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO verpflichtet, jeden Wechsel der Anschrift, …

Besser vorher denken

InsoBlog.de | 19. September 2007 — Was hatte sich der Anwalt des Schuldners dabei gedacht? Jedenfalls nicht genug: Aufgrund des Eröffnungsantrags des Schuldne…

Versagung der Restschuldbefreiung: Die vollständige Gläubigerliste

Insolvenz-News und Insolvenzberatung | 12. September 2011 — Wie ich hier bereits berichtet hatte, nehmen nach meinen Feststellungen die Fälle der Versagung der Restschuldbefreiung in Pr…

Wenn der Ehegatte die Restschuldbefreiung vereitelt

juragebirge.de | 8. März 2007 — Die Kosten eines Insolvenzverfahrens (Gerichts- und Verwalter-/Treuhänderkosten + Auslagen) hat grundsätzlich der Schuldner zu …

Verfahrenskostenstundung nur nach Steuererklärung?

Rechtslupe | 28. Juni 2010 — Bei der Beurteilung, ob das Schuldnervermögen zur Kostendeckung ausreicht, können auch Steuererstattungsansprüche von Bedeutung…

Sperrfrist für die Restschuldbefreiung

Rechtslupe | 10. Juni 2010 — Das Insolvenzgericht kann die Stundung der Verfahrenskosten aufheben, wenn der Schuldner vorsätzlich oder grob fahrlässig unric…