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Giftmischerin enthauptet: Wo ist Kopf von Gesche Gottfried?

am 17.04.2006 von http://www.strafblog.de

Der FOCUS erinnert heute in einem Online-Beitrag unter dem Titel Die Todesstullen der Gesche Gottfried an die vor 175 Jahren hingerichtete Serienmörderin aus Bremen, die innerhalb von 14 Jahren 30 Menschen mit Mäusebutter, einem Gemisch aus Arsen und Fett, vergiftete. 15 von ihnen starben, darunter ihre Eltern, ihre Ehemänner und die eigenen Kinder. Die Motive der Frau, die als Engel von Bremen lange Zeit bewundert wurde, sind unklar.

Zitat aus dem FOCUS-Beitrag: Gesche Gottfried selbst redete immer wieder von einem Drang, einem Trieb, den sie sich nicht erklären konnte. „Andere versuchten, Gründe für die Morde Gesche Gottfrieds in ständigen Geldschwierigkeiten oder in ihrer Wolllust zu finden, schreibt der Historiker Dieter Fischer. 1913 habe ein Nervenarzt, der die Akten sorgfältig geprüft haben will, in sexueller Eitelkeit und in einem Hang zu egozentrischer Sentimentalität die wichtigsten Schlüssel zu den Verbrechen gesehen. „Sie tötete, um ihre sexuellen Wünsche durchsetzen zu können, sie mordete aber auch, um sich selber bemitleiden zu können und zu lassen, ja, um ihren Opfern gegenüber die Wohltäterin spielen zu können.“

Am Abend des 6. März 1828 wurde die Frau, die jetzt „Teufelsbraut“ genannt wurde, verhaftet. Drei Jahre später wurde sie zum Tod durch das Schwert verurteilt. Vor 175 Jahren, am 21. April 1831, wurde Gesche Gottfried enthauptet, der Kopf Zehntausenden Zuschauern gezeigt und später in einem Glas in Spiritus eingelegt und zu Gunsten eines Waisenhauses der Öffentlichkeit zur Schau gestellt.

An Gesche Gottfried erinnert heute noch die Totenmaske der Giftmörderin, die im Bremer Focke-Museum ausgestellt ist. Ihr Skelett verbrannte im Zweiten Weltkrieg. „Der Kopf der wohl berühmtesten Bremerin gilt seit 1913 als verschollen – vielleicht ist er vernichtet worden, vielleicht steht er aber auch noch heute auf dem Kaminsims irgend eines morbiden Bremers, schreibt Historiker Fischer.

Autor: RA Rainer Pohlen

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