GAU - Größter Anzunehmender Unsinn
Rechtsanwalt Hänsch, Dresden | 19. September 2007 — … ist das, was ein Inkassoschuldner heute getan hat. Die Forderung von knapp 1.000 Euro stammt aus dem Jahr 2004. Im Frühjahr…
Manchmal vertrete ich auch Kollegen bei der Durchsetzung ihrer anwaltlichen Vergütungsansprüche:
Ein Mann sucht einen Anwalt auf und breitet einen umfangreichen Rechtsstreit aus. Seit 1993 befindet er sich als Mitglied einer größeren Grundstücks-GbR in zahllosen Rechtsstreitigkeiten mit den anderen Mitgliedern der GbR. Gerade eben hat er wieder einen Prozess gegen die anderen Mitglieder um angebliche Aufwendungen, die er für die Grundstücke der GbR gemacht haben soll, in Höhe von rund 780.000 Euro verloren. Der Kollege soll das Berufungsverfahren übernehmen.
Man einigt sich auf ein Pauschalhonorar für die Tätigkeit des Anwalts von rund 22.500 Euro, der Mandant zahlt 3.500 Euro an.
Das Oberlandesgericht führt aber zunächst statt des erwarteten Berufungsverfahrens eine gerichtliche Mediation durch. Der Anwalt arbeitet sich in den komplexen Sachverhalt ein, wälzt die zahlreichen Prozessordner, gestaltet den Mediationsprozess mit. Das seit 17 Jahren unmöglich scheinende gelingt: im Rahmen der gerichtlichen Mediation vor dem Oberlandesgericht schließen die Streitparteien eine Vereinbarung, die nicht nur den laufenden Rechtsstreit beendet, sondern auch die komplette GbR einschließlich aller Grundstücke, die die Quelle aller Streitigkeiten waren, auseinandersetzt.
Der Anwalt möchte nun seine vereinbarte Restvergütung von rund 19.000 Euro haben. Jetzt aber will der Mandant nicht mehr, behauptet, der Anwalt hätte doch gar nichts gemacht.
Beim Erstellen der Vergütungsklage für den K…
» Vollständiger ArtikelErschienen 20. September 2010 auf http://www.ra-haensch.de/php/wordpress.
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