Gib mir ein F!

Am 22. Februar 1971 kam es in den Räumen des amerikanischen Obersten Gerichts zum Äußersten. Es prozessierte Cohen gegen Kalifornien. Cohens Verteidiger war Melville Nimmer, eigentlich als „King of Copyright“ bekannt, aber auch sonst einer der gewieftesten Anwälte der Staaten. Hier ginge es um Meinungsfreiheit. Der neunzehnjährige Paul Cohen war in Los Angeles dabei erwischt worden, wie er durch den Korridor des dortigen Landgerichts ging, auf seiner Jacke eine unerhörte Beleidigung der amerikanischen Einberufung nach Vietnam (Draft). Für diese „bösartige und absichtliche Störung des öffentlichen Friedens durch anstößiges Verhalten“ sollte Cohen dreißig Tage ins Gefängnis.

Nun lag der Fall vor der letzten Instanz. Eine mündliche Verhandlung war angesetzt, und der Vorsitzende Richter, Warren Earl Burger, hatte die Verteidigung ermahnt, man sei m…

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Themen: Rechtsprechung , Kalifornien , Gib

Erschienen 8. Juli 2006 auf http://log.handakte.de/.

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