Gewinnspielmafia: Die Kündigungsmasche

Mit einer besonders perfiden Methode versuchen skrupellose Telefonwerber seit einiger Zeit, ihre Opfer in Gewinnspielverträge zu locken. Es gehe nicht um Werbung, man spiele ja schon mit, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Vielmehr wolle man lediglich eine Vertragskündigung aufnehmen. Nach derart erschlichenem Einstieg, dem sich viele Werbeopfer nicht entziehen können, wird dann neben viel auswendig gelerntem small talk fast wie beiläufig eingeschoben, dass die angebliche Kündigung erst "zu" einem späteren Zeitpunkt (Beispielformulierung: "Wir kündigen Sie zu Januar" in einem Werbeanruf von Oktober 2009) aufgenommen werden solle. Diese vermeintliche Kündigungsaufnahme wird regelmäßig mit der Forderung nach Preisgabe von Kontoverbindungsdaten verbunden. Mit anderen Worten: Man versucht, aus der regelmäßig frei erfundenen Behauptung eines bestehenden Vertragsverhältnisses und der Aufnahme einer vermeintlichen "Kündigung" zu einem späteren Zeitpunkt ein (bis zu diesem Zeitpunkt laufendes) Vertragsverhältnis zu konstruieren und schließlich Lastschrifteinzüge vorzunehmen. Je nach Skrupellosigkeit der Auftraggeber und Callcenteragenten wird die Kostenpflichtigkeit in einigen Fällen in einem zweiten, sog. Kontrollanruf dann noch klargestellt. Diese so genannte Kündigungsmasche wird von Callcenteragenten obendrein häufig noch mit allerlei Ex…

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Themen: Konto , Vertrag , Allerlei , Akte , Sat1 , Opfer , Frontpage

Erschienen 17. Februar 2010 auf http://www.spam-abwehren.de.

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