Gewerkschaften drohen Bahn mit Abbruch der Tarifverhandlungen

Frankfurt (Reuters) - Die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA haben der Deutschen Bahn im laufenden Tarifkonflikt eine Frist für ein neues Angebot gesetzt.

Die Bahn solle bis 18.30 Uhr einen neuen Vorschlag vorlegen, forderte Transnet-Chef Alexander Kirchner am Freitag. Sollte die Bahn nicht einlenken, wollen die beiden Gewerkschaften nicht mehr weiterverhandeln. "Eigentlich ist die Gemütslage so, dass wir Schluss machen müssten", sagte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Dennoch seien die Gewerkschaften bemüht, zu einem Ergebnis zu kommen.

Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen sicherte zu, ein "völlig neues Angebot" vorzulegen. Darin werde das Unternehmen noch einmal auf die Hauptforderungen der Gewerkschaften eingehen. Allerdings sei der Spielraum begrenzt, da das bestehende Angebot insgesamt bereits einer Einkommenserhöhung von fünf bis sechs Prozent gleichkomme. Transnet und GDBA fordern für 130.000 Beschäftigte eine Lohnerhöhung von zehn Prozent und deutliche Verbesserungen bei der Arbeitszeit.

Zuvor waren sich die Tarifparteien in der vierten Verhandlungsrunde nicht näher gekommen. "Das Angebot der Bahn ist aus unserer Sicht nicht verhandelbar", sagte Kirchner. Das Unternehmen sei den Arbeitnehmern bisher nicht entgegen gekommen. Bahn-Personalchef Hansen sagte, es habe sich um ein Eröffnungsangebot gehandelt. Damit sollte ausgetestet werden, wo die Schmerzgrenzen der Verhandlungspartner liegen.

Über den Stand der parallel laufenden Gespräche mit der Lokführergewerkschaft GDL war zunächst nichts bekannt. Sie fordert für 12.000 Beschäftigte eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent.



Quelle: Reuters (30. Januar 2009)

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Themen: Germany , Vorschlag , Frankfurt , Bahn , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Labour; Employment; Unemployment , Corporate Results , Corporate Results Forecasts , Drohen , Norbert , Gewerkschaften , Personalchef , Abbruch , Kirchner , Gdl , Rail And Road - Freight , Road And Rail

Erschienen 30. Januar 2009 bei http://www.reuters.com.

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