Getötete Bundeswehr-Soldaten nach Deutschland überführt

Berlin (Reuters) - Die Leichname der zwei bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten sind nach Deutschland überführt worden.

Ein Luftwaffen-Airbus mit ihren Särgen an Bord landete am Mittwochabend in Zweibrücken, wo die beiden Fallschirmjäger stationiert waren. Am Freitag soll in Zweibrücken eine Trauerfeier stattfinden, an der Verteidigungsminister Franz Josef Jung teilnehmen wird.

Am Mittwochmorgen hatten bereits die deutschen Soldaten im nordafghanischen Kundus mit einer Trauerzeremonie von ihren toten Kameraden Abschied genommen. Die beiden 22 und 25 Jahre alten Fallschirmjäger hätten die Gefahren ihres Einsatzes gekannt, sagte der deutsche Kommandeur der Nordregion, General Jürgen Weigt. "Sie sind trotzdem gekommen", fügte er hinzu. Mit einem Ehrenspalier gaben Soldaten und zivile Mitarbeiter des Lagers den beiden Getöteten das letzte Geleit.

Die Soldaten waren mit ihrer Einheit als Verstärkung nach Kundus geschickt worden, weil sich die Sicherheitslage dort zunehmend verschlechtert hatte. Am Montag sicherten sie eine großangelegte Suchaktion nach Waffenlagern ab, als sich der Attentäter auf einem Fahrrad neben ihnen in die Luft sprengte. Auch fünf spielende Kinder kamen dabei ums Leben. Zwei weitere deutsche Soldaten wurden verletzt. Bereits Ende August war ein Soldat des Bataillons aus Zweibrücken nahe Kundus durch eine Sprengfalle getötet worden.

Der Bundestag hatte den Afghanistan-Einsatz vergangene Woche verlängert und die Mandatsobergrenze um 1000 auf 4500 Soldaten erhöht. Seit Beginn des Einsatzes Anfang 2002 sind 30 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.



Quelle: Reuters (23. Oktober 2008)

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Themen: Berlin , Afghanistan , Airbus , Franz Josef Jung

Erschienen 23. Oktober 2008 bei http://www.reuters.com.

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