“Gestatten, IJU!”

Mögliches IJU Bekennerschreiben

Aus Andeutungen der Strafverteidiger lassen sich erste Rückschlüsse auf den Inhalt der “Geständnisse” ziehen. An die 1000 Seiten wird der Umfang der Aussagen sein, vermutet das Gericht. Etwa 800 Seiten sollen schon vorliegen und die Vernehmungen laufen noch. Es geht in den Aussagen der Angeklagten um ihren Weg zum Glauben, das gegenseitige Kennenlernen, um die Besuche in Terrorcamps und die Vorbereitung der Anschläge. Aber es geht - zumindest bei einige Angeklagten - nicht um die “Islamische Jihad Union” (IJU). So sagte Johannes Pausch, Verteidiger von Daniel Schneider, der Deutschen Presseagentur” (dpa), sein Mandant habe erst nach der Festnahme den Namen IJU gehört. Allerdings räumt Pausch zugleich ein, schon vorher sei seinem Mandanten klar gewesen, dass er sich einer Terrorgruppe angeschlossen habe.

Allerdings habe sich die Gruppe seinem Mandanten nicht vorgestellt, so Pausch. Diese grobe Unhöflichkeit muss man fraglos verurteilen. Offenbar haben auch in Waziristan die Umgangsformen nachgelassen. Trotzdem stellen sich mir in diesem Zusammenhang zwei Fragen:

1. Welche Rolle spielt es, ob die Angeklagten explizit eine “IJU” gekannt haben? Kommt es nicht viel mehr darauf an, ob sie sich als Mitglied einer Terrororganisation gesehen haben und sich deren Strukturen und Willen unterordnen wollten? Das Gefühl eines “einheitlichen Verbandes” der Mitgleider hat der Bundesgerichtshof in diesem Z…

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Themen: Bka , Pausch , Pakistan , Jihad , Daniel Schneider , Yilmaz , Iju , Terrorcamp , Adem Yilmaz , Johannes Pausch

Erschienen 9. Juli 2009 auf http://www.swr.de/blog/terrorismus.

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