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Geständnis - na und?

am 29.09.2005 von http://www.smartnuts.com/

Es mag vorkommen, dass man einen Fehler eingesteht, den man gar nicht begangen hat, nur damit (endlich) Ruhe ist. Wenn man das Gegenteil, von dem man überzeugt ist, nicht oder nur schlecht nachweisen kann, und sich die befürchteten oder angekündigten Nachteile in vertretbaren Grenzen halten, sagt man: Ok, ich war es. Und vor Gericht? Auch da soll es nicht selten vorkommen, dass sich Unschuldige schuldig bekennen. Warum das denn? Damit endlich Ruhe ist? So ähnlich. Denn ansonsten könnte es vielleicht noch viel länger dauern und wesentlich schlimmer enden als nach einem solchen Geständnis, wie einem die professionellen Akteure von allen Seiten einflüstern. Moment mal: Existiert in unserem Strafprozess nicht das Prinzip der materiellen Wahrheit, wonach das Gericht nicht einfach auf ein Geständnis hin den Angeklagten verurteilen kann, so wie wir es aus amerikanischen Gerichtsfilmen her kennen? Insbesondere in den eben angedeuteten Konstellationen, in den der Angeklagte eigentlich sagen müsste: Ich sage, ich war es, damit ich hier schnell raus komme und es bei einer Bewährungsstrafe bleibt. Richter, Verteidiger und Staatsanwalt haben mich mahnend ermuntert. …

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