Gesetzliche Sozialversicherung mit Defizit im ersten Quartal

Berlin (Reuters) - Die gesetzliche Sozialversicherung hat im ersten Quartal ein höheres Defizit eingefahren als im Vorjahr.

Insgesamt lag das Minus bei 3,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum betrug der Fehlbetrag noch 3,4 Milliarden Euro. Zwar stiegen die Einnahmen der Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, der Alterssicherung für Landwirte und der Bundesagentur für Arbeit um 1,4 Prozent auf 114,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben legten jedoch mit 1,6 Prozent auf 117,8 Milliarden Euro stärker zu.

Bei der Rentenversicherung, die etwa 50 Prozent der Gesamteinnahmen ausmacht, schrumpfte das Defizit um 800 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung, auf die etwa ein Drittel der Einnahmen entfällt, kam auf ein Defizit von 1,1 Milliarden Euro nach 800 Millionen Euro im Vorjahr. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete ein Minus von einer Milliarde Euro nach 300 Millionen Euro im Vorjahr. Zwar gingen hier die Ausgaben zurück, zugleich schrumpften aber auch die Einnahmen. Ein Grund dafür ist, dass zum 1. Januar 2008 der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt.



Quelle: Reuters (14. Juli 2008)

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Themen: Berlin , Betrug

Erschienen 14. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.

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