Gesamtmetall nimmt Politik bei Tarifpaket in die Pflicht

Hamburg (Reuters) - Die Arbeitgeber machen den mit der IG Metall vereinbarten Beschäftigungspakt von Entlastungen bei der Kurzarbeit abhängig.

Sollte die Bundesagentur für Arbeit nicht über 2010 hinaus die auf Kurzarbeit entfallenden Sozialabgaben übernehmen, müsse neu verhandelt werden, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser am Donnerstag während einer Telefonkonferenz. Die Tarifparteien müssten bis zur Jahresmitte wissen, ob die Änderungen kämen.

Die geltende Regelung läuft Ende des Jahres aus. Die Tarifparteien wollen sie bis Mitte 2012 verlängern, weil dann nach 18 Monaten das letzte im Dezember 2010 beantragte Kurzarbeitergeld ausliefe.

Kannegiesser machte deutlich, dass der mit der IG Metall im Zuge des Pilotabschlusses von Nordrhein-Westfalen vereinbarte Lohntarifvertrag nicht von den Neuverhandlungen betroffen wäre. Die Kosten des Lohnabschlusses für die Unternehmen bezifferte der Gesamtmetall-Chef auf "unter 1,5 Prozent" pro Jahr. Die 3,4 Millionen Beschäftigten erhalten im laufenden Jahr zwei Einmalzahlungen von insgesamt 320 Euro. Zum 1. April 2011 steigen die Tariflöhne für zwölf Monate um 2,7 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten bis Ende März 2012.



Quelle: Reuters (18. Februar 2010)

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Themen: Germany , Hamburg , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Automobiles And Components , Labour; Employment; Unemployment , IG Metall , Industrial Machinery , Machinery , Commercial Services And Supplies (industry Group) , Consumer Electronics , Household Durables , Non Ferrous Metals

Erschienen 18. Februar 2010 bei http://www.reuters.com.

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