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Gerichtsbesuch

am 31.10.2007 von Praktikantenblog

Im Rahmen der Vorlesungen für Rechtsdurchsetzung haben wir heute das Amtsgericht Bremen besucht und uns einen Verhandlungsvormittag angeschaut. Ganz nett wars, der Richter gab sich viel Mühe die Verhandlungen, die ja doch eher zügig vorbei sind, nachvollziehbar und kurzweilig zu gestalten und stand uns in den Pausen für Fragen zur Verfügung.
Morgens um 0900 gabs die erste Verhandlung, der Beklagte hat dem Kläger die Tür eingetreten ist die Treppe hochgestürmt und unglücklich gegen die Wohnungstür des Klägers gestossen, sodass diese sich öffnete. Nun hat der Kläger sich den Schadensersatzanspruch vom Vermieter abtreten lassen und wollte die Tür vom Beklagten ersetzt haben, die Versicherung des Beklagten wünscht aber den Nachweis durch Urteil, dass der Beklagte die Tür “versehentlich” beschädigt hat. Leider vergass der Vertreter des Beklagten sich zur Klage zu äußern, hatte er ja auch schon im Antrag auf PKH. Ups. Peinlich. Also flüchtete er sich in die Säumnis und die erste Verhandlung des Tages war vorbei.
Als zweites trat eine Frau als Klägerin auf, die einen Gebrauchtwagen gekauft hatte und nach über einem Jahr Mängel entdeckte. Der Gutachter im separaten Beweissicherungsverfahren war sich nicht sicher, woher die Mängel stammten, die Klägerin in der Beweispflicht und die Güteverhandlung scheiterte, da beide Seiten sich viel zu lange gestritten hatten - kurz, das ging schief.
Weiter ging es mit einem Fall, in dem der Beklagte vom Kläger einen gebrauchten PKW via eBay erstanden hat. Der Kläger, kaum 20, hatte als Zeugen seinen Vater dabei, der Beklagte benannte einen Landsmann aus dem Kosovo als Zeugen, dieser war …

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