Genickbrechen und Abschlagen der Köpfe im Rahmen einer Kunstinszenierung

Es urteilt passend zu Ostern das KG Berlin (Leitsätze):

Das Töten zweier Kaninchen durch Genickbrechen und Abschlagen der Köpfe im Rahmen einer Kunstinszenierung kann bei Vorliegen weiterer Umstände, die den Akt der Tötung in den Vordergrund stellen, indem diese gleichsam zelebriert und dem Publikum die Leichtigkeit der bewussten Tötung von Tieren der betroffenen Art vor Augen geführt wird, zur Bewertung des Vorgangs als sinnlose Tötung im Sinne des § 17 Nr. 1 TierSchG führen. Auch mit Blick auf die Kunstfreiheit ist eine Güter- und Pflichtenabwägung vorzunehmen. Das in Art. 20a GG vorgegebene und in § 17 Nr. 1 TierSchG konkretisierte Ziel, einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren zu erreichen, ist legitimer Zweck einer Einschränkung der Kunstfreiheit.

Im Ergebnis hat das KG Berlin die Revision der Angeklagten verworfen und das Urteil des …

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Themen: Rechtsprechung , Landgericht Berlin , KG Berlin , Tierquälerei
Rechtsgebiet: Strafrecht

Erschienen 27. März 2010 auf http://www.rechtsanwaltskanzlei-wolf.de.

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