Geldwäsche mal ganz anders…

Dass Geldwäsche auch ganz anders geht, zeigen Pressemeldungen veschiedener Polizeipräsidien. Vor der sogenannten Wash-Wash Methode kann nur dringend gewarnt werden: Sie soll funktionieren, indem man schwarz eingefärbtes Geld von angeblichen afrikanischen Freiheitskämpfern nimmt, diesem etwas Chemie untermischt und und “sauberes” Bargeld im Verhältnis 1:2 hinzutut. Schon soll das gefärbte Geld wieder reingewaschen sein und derjenige, der das saubere Geld bereitgestellt hat, soll eine “Provision” erhalten.

Polizei Frankfurt vom 11. Juli 2008:

Griesheim: Sogenannter Wash-Wash-Trickbetrug vereitelt

Frankfurt (ots) - Man nehme schwarz eingefärbtes Geld von afrikanischen Freiheitskämpfern, mische etwas Chemikalie unter und füge “sauberes” Bargeld im Verhältnis 1:2 hinzu und schon hat man das gefärbte Geld wieder reingewaschen. Dies ist kein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, sondern diese unglaubliche Geschichte haben zwei verhinderte Betrüger aus Schwarzafrika am Mittwochabend einem in Griesheim wohnenden Geschäftsmann aufgetischt. Doch bevor es zu dieser wundersamen Reinigungsaktion kommen konnte, machten Polizeibeamte, die von einem Informanten in Kenntnis gesetzt worden waren, dem faulen Zauber ein Ende und nahmen einen 31 Jahre alten Mann aus Kamerun fest.

Der Beschuldigte und ein bislang noch unbekannter Mittäter hatten mit dem Geschäftsmann Kontakt aufgenommen und diese wie oben geschilderte kaum zu glaubende Geschichte tatsächlich erzählt. Zu ergänzen wäre lediglich, dass der Geschäftsmann natürlich sein “sauberes” Geld mitbringen sollte. Beim Gelingen der Prozedur wurde ihm sogar eine Provision versprochen. Angeblich verfügten gewisse afrikanische Kreise über weitere zwei Millionen Euro, die nur noch auf ihre “Reinwaschung” warteten. Zum Schein ging der Geschäftsmann auf ein Treffen mit den schwarzen Waschmännern ein und traf sich mit ihnen in den gestrigen Vormittagsstunden auf einem weitläufigen Firmengrundstück in Griesheim. Die Polizei, die von dem Treffen informiert war, postierte sich mit mehreren Beamten im näheren Umfeld. Pünktlich (gegen 09.00 Uhr) erschienen zwei Verdächtige und zogen sich mit dem Kaufmann in einen nicht komplett zu überwachenden Gebäudekomplex zurück. Nachdem ein konspirativer Anruf bei dem Geschäftsmann ergab, dass das Stadium des Betrugsversuchs offensichtlich erfüllt war, sollten beide Tatverdächtigen beim Verlassen des Geländes festgenommen werden. Tatsächlich war es jedoch einem Beschuldigten gelungen, sich zuvor unbemerkt für die Beamten von dem Gebäudekomplex zu entfernen. So konnte lediglich der 31-Jährige dingfest gemacht werden. In seiner Vernehmung machte der verhinderte Wash-Wash-Trickbetrüger weder Angaben zur Sache, noch nannte er den Namen seines Mittäters.

Da keine Haftgründe vorlagen, musste der Beschuldigte nach Rücksprache mit der St…

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Themen: Polizei , Nigeria , Wash-wash , Geldw

Erschienen 15. Juli 2008 auf http://www.sokolowski.org/.

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