Geld auch ohne wirksamen Maklervertrag?

Maklerklausel Oft möchte der Makler seinen Provisionsanspruch durch die Aufnahme einer Maklerklausel im notariellen Grundstückskaufvertrag sichern. Die Maklerklausel begründet für den Makler einen eigenständigen Anspruch auf die Provision, wenn diese als Vertrag zu Gunsten Dritter anzusehen ist.Dritter ist in diesem Fall der Makler. Eine solche Klausel stellt dann ein selbständiges Provisionsversprechen dar. Eine typische Maklerklausel lautet: Die Provision für den vermittelnden Makler beträgt ... % auf den Kaufpreis zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer und wird vom Käufer bezahlt. Die Provision ist mit Vertragsschluss verdient und zur Zahlung fällig am ... Der Makler hat insoweit einen unmittelbaren Anspruch auf Zahlung aus diesem Vertrag. Vorsicht ist geboten bei Formulierungen wie: "Dieser Kaufvertrag wurde vermittelt durch ..." . Denn nach der Rechtsprechung enthält eine solche Klausel nur die Bestätigung einer bestimmten Tatsache und stellt keine ausdrückliche Verpflichtungserklärungen des Kunden zur Zahlung einer Provision in bestimmter Höhe dar. (OLG Karlsruhe, Urteil vom 08.08.2003 - 15 U 41/02). Für den Makler bietet eine Maklerklausel den Vorteil, dass der Kunde dem Makler bei der Geltendmachung des Provisionsanspruches grundsätzlich keine Einwendungen aus dem Maklervertrag entgegenhalten kann ( BGH, Urteil vom 12.03.1998 - III ZR 14/97). Entscheidend kann dies z.B. sein, wenn dem Maklerkunden vor Abschluss des Vertrages bekannt war, dass …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches


Erschienen 16. April 2011 auf http://ramydlak.blogspot.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Doppelt gemoppelt hilft auch nicht immer ....

Dies und das ... | 17. Mai 2010 — Irgendwie schien der Makler geahnt zu haben, dass die Durchsetzung seines Courtageanspruches nicht ganz einfach sein würde. Sein K…

ZU Hohe Maklerprovision: Zu hohe Maklerprovision

RECHTaktuell | 22. Januar 2009 — Verlangt ein Makler ein Mehrfaches über der marktüblichen Provision, so kann der Vertrag als sittenwidrig angesehen werden. Im …

Provisionsfrei bei zu hohem Kaufpreis ....

Dies und das ... | 21. August 2010 — Ein Provisionsanspruch des Käufermaklers entsteht grundsätzlich nicht, wenn der tatsächlich zu zahlende Grundstückskaufpreisden zu…

Der Makler und die Gier

RECHTaktuell | 6. Dezember 2008 — Die Vereinbarung einer 12%ige Netto-Provision eines Maklers ist sittenwidrig. So hat das OLG Frankfurt/M. entschieden. Ein Makl…

Makler: Suchauftrag

Dies und das ... | 10. September 2010 — Wendet sich ein Kaufinteressent ohne Bezug auf ein konkretes Angebot an einen Makler, um sich ein Objekt aus seinem "Bestand" nach…

Double Trouble? Der Doppelmakler

Dies und das ... | 31. Juli 2010 — Von einem Doppelmakler spricht man, wenn ein Makler für Käufer und Verkäufer provisonspflichtig tätig wird. Der Bundesgerichtshof …

Maklerprovision Angebot IM Internet: Provisionsanspruch des Makler bei Angebot im Internet

Vertriebsrecht Blog | 27. August 2009 — Dazu wieder mal ein aktuelles Urteil des OLG Brandenburg vom 13. 11. 2008 - 12 U 90/08 - wie folgt: “1. Meldet sich ein Kunde…

Abzocke beim Abschluss eines Mietvertrages?

Dies und das ... | 4. Januar 2011 — Ein leider in der Praxis nicht ganz seltener Fall: Eine Mieterin hatte sich bei einem Makler um Mieträume beworben. Der Makler for…

Über-Eck-Geschäft

Handakte WebLAWg | 10. Juli 2008 — Immobilien-Makler haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Maklerprovision. Laut Gesetz ist dazu mindestens ein…

Doppelmakler und Provision

Das Immobilienrechtsblog | 4. Januar 2009 — OLG Rostock, Urteil vom 1.10.2008, 1 U 98/08 Tritt der Makler auf beiden Seiten auf, glauben einer oder gar beide Maklerkunde…