Petition gegen Hungerlöhner-Praktika
37sechsBlog | 24. Mai 2006 — Praktika ohne Vergütung sind schon schlimm. Aber wenn Praktikanten den Job machen, der bisher von bezahlten Mitarbeitern verrichte…
bei manchen [ - Branchen - ] eben Masche. Was nichts kostet, ist auch nichts wert ? Nicht, wenn man geschickt die Mitbewerber untereinander nach dem Vielleicht-Auftrag schnappen lässt und so einigen Investitionsaufwand erspart, der sonst budgetiert werden hätte müssen. Richtig daher das Fazit im Video.
………….Nur eines fände ich mindestens genauso gut: Wenn in eben der Werbebranche dann auch ebenso konsequent Mitarbeiter und auch Praktikanten (hier sind nicht die 1-wöchigen schulischen Schnupperpraktika gemeint!!) angemessen entlohnt würden. Wohlgemerkt nicht bezogen auf die Agentur im Video, beispielhaft nur eines von vielen Zitaten aus Stellenangeboten für Praktika dieses (Und ich verkneife mir das Verlinken der Fundstelle,….. damit nicht gaaaaaanz viel social[-medial] engagement auf die dortige Agentur hereinprasselt ) ):
„Gerne kannst DU ein Praktikum bei uns machen. Wir möchten interessierten jungen Menschen die Möglichkeit bieten, in den Beruf des Designers reinzuschnuppern und sich ein Bild vom Berufsalltag zu machen. Wenn Du möchtest, wirst Du auch in Arbeitsabläufe mit eingebunden. Unser soziales Engagement ist hier unsere Motivation. Da wir keine Gegenleistung erwarten, zahlen wir grundsätzlich auch kein Gehalt für Praktika. Da die Nachfrage an Praktikumsplätzen in unserer Agentur sehr groß ist, können wir leider nicht jedem einen Platz anbieten. Um sicherzustellen, dass wirklich diejenigen einen Platz bekommen, die es ernst meinen, müsst Ihr Euch für einen Praktikumsplatz bewerben.Bitte beachte bei Deiner Bewerbung auf einen Praktikumsplatz folgende Punkte:
- Sende uns Deine Bewerbung NUR PER E-MAIL an (Mailadresse) - Deine Bewerbung sollte folgenden Inhalt haben: - Lebenslauf - Zeugnisse - Arbeitsproben !!!“Bewerbungen, die von den o.a. Punkten abweichen, werden nicht bearbeitet.„
Dass Ausbilden immer erst mal Investition in den Berufsnachwuchs ist, weiss jeder Ausbilder. Dazu gehört – meiner persönlichen Meinung nach – auch das Level von Praktika. Wer unter „wir erwarten keine Leistung“ solche Praktika durchführt, heuchelt, weil er eben sehr wohl niemanden einfach nur dort die Zeit abstehen oder absitzen liesse. Anderenfalls würde er ja „human ressources“ vergeuden, die sich mit (erklärtermassen ja erwünschtem) ernsthaften Interesse und solches belegenden Arbeitsproben um Praktika bewerben. Arbeitsproben wofür? Damit die Agentur weiss, dass einer, der nur rumsteht oder rumsitzt das zumindest mit einem werbungsfokussiert-interessierten Blick tut? Anstatt mit einem ganz und gar unvorverbildetem? Und zudem eigene Zeit- und Personalressourcen, die solche Praktikanten eben doch beanspruchen. Und sei es nur, um sie aus dem Weg zu scheuchen, wo sie rumstehen oder …
» Vollständiger ArtikelErschienen 1. August 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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