Gegen Kinderhandel im südlichen Afrika
am 26.03.2007 von Menschenrechte
Nichtregierungsorganisationen und südafrikanische Staaten an einem Tisch
Konferenz in Johannesburg unter Schirmherrschaft von Graça Machel
Südafrika ist Drehscheibe des Kinderhandels in der Region und zunehmend Zielland für Kinder aus Asien und Osteuropa. Dies ist das Ergebnis einer Studie des »Südafrikanischen Netzwerks gegen Kindesmissbrauch und Kinderhandel« (SANTAC), das auf Initiative von terre des hommes Deutschland gegründet wurde. Die Ergebnisse der Studie werden am 27. und 28. März auf einer internationalen Konferenz in Johannesburg vorgestellt. In allen Staaten der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC, so die Studie, sei Kinderhandel ein Problem. So gelangten beispielsweise mehrere tausend Kinder und Jugendliche aus Mosambik jährlich nach Südafrika, wo sie zur Prostitution gezwungen oder als Arbeitskräfte missbraucht würden.
Gewalt und sexueller Missbrauch in den Familien führe häufig dazu, dass Kinder von zu Hause flüchteten und dadurch leicht Opfer von Kinderhändlern würden. Wegen der hohen Anzahl an AIDS-Opfern müssen in immer mehr Familien Kinder und Jugendliche nach dem Tod ihrer Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Geschwister übernehmen. Besonders diese Kinder seien in der Gefahr, ausgebeutet und von skrupellosen Kinderhändlern verschleppt zu werden. Es sei daher dringend notwendig, so ein Fazit der Studie, dass die Staaten in der Region zum Schutz gegen Kinderhandel grenzüberschreitend zusammenarbeiten.
Auf der Konferenz unter Schirmherrschaft von Graça …
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