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Gefälschte Zeugnisse: Kündigung und Strafverfahren

am 29.01.2006 von http://www.strafblog.de

Das Landesarbeitsgericht Nürnberg hat entschieden, dass die Kündigung eines Beamten auch noch Jahre nach seiner Einstellung gerechtfertigt sein kann, wenn dieser sich mit gefälschten Zeugnissen auf die Arbeitsstelle beworben hatte (Aktenzeichen 9 Sa 400/05). Der Kläger hatte sich auf die Stelle eines technischen Aufsichtsbeamten beworben und ein gefälschtes Hochschuldiplom vorgelegt, obwohl er das Studium damals noch nicht abgeschlossen hatte.

Die Ausführungen des LAG Nürnberg dürften vom Ergebnis her grundsätzlich auf jedes private Arbeitsverhältnis übertragbar sein, wenn bei der Bewerbung eine nicht vorhandene Qualifikation mit gefälschten Unterlagen vorgetäuscht wird. Darüber hinaus besteht für den Täuschenden auch das Risiko von Schadensersatzforderungen des Arbeitgebers sowie - falls noch nicht verjährt - von strafrechtlicher Verfolgung wegen Urkundenfälschung und Einstellungsbetruges.

Autor: RA Rainer Pohlen

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