Sippenhaft durch Gen-Datenbank?
strafblog | 13. Mai 2006 — heise-online weist in einem bedenkenswerten Artikel auf die Gefahr der "genetischen Sippenhaft" hin, welche bei der Anlegung von G…
Die DNS gilt seit ihrer Entdeckung als neuer Heilsbringer der Menschheit. Durch sie sollte es nicht nur möglich sein, Krankheiten zu heilen: Den Menschen und all seine komplexen Mechanismen verstehen, das schien auf einmal möglich. Auch die Strafverfolger waren begeistert. Die Entdeckung der Möglichkeiten der DNA-Analyse biologischer Spuren für forensische Zwecke in der Mitte der achtziger Jahre verschaffte der Kriminaltechnik in der Folgezeit eine neuartige und ihrem hohen Beweiswert nach besonders wirkungsvolle Methode der Zuordnung von Tatspuren, deren Einsatz zu überraschenden Erfolgen bei der Überführung des Straftäters führten. Die Zuordnung einer aus analysegeeignetem zurückgebliebenem Körpermaterial menschlichen Ursprungs bestehenden Spur zum Spurenleger kann dabei in einer Vielzahl von Fallgestaltungen durch die DNA-Analyse geleistet werden. So schreibt es Pfeiffer (5. Auflage 2007, Vorbemerkungen (§§ 81 e-81 g) ). Und liefert passende Bilder für die Alltagstauglichkeit der Wunderwaffe: Der eilige Einbrecher, der am Tatort Blut verliert. Der rauchende Räuber, dessen Asche man findet. Alle sind leichter, schneller, effizienter überführbar. Und tatsächlich vermeldet das BKA: Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am 27.02.2003 mitteilte, konnten seit Einrichtung der DNA-Analysedatei im April 1998 aufgrund der gespeicherten Datensätze bis Ende 2002 fast 10.000 Hinweise auf Tatverdächtige und Tatzusammenhänge erlangt werden. Hurra. Einige mahnten jedoch schon früh Vorsicht an (Volk, NStZ 2002, 561) . So verlockend er auch sein mag, der Glaube an die Gene und ihre Überführungswirkung, so sehr ist Vorsicht geboten. Unfug, ist das Ganze doch exakt, sicher und genau, wie beispielsweise der BGH 1994 festgestellt hat (NStZ 1994, 554): [...] die Wahrscheinlichkeit, eine andere nicht mit dem Angekl. verwandte Person besitze dieselbe - in den 2 Sonden gefundene - genetische Ausprägung, mit 0,000025 % anzunehmen ist. Oder? Israelischen Wissenschaftlern ist es, wie die "New York Times" berichtet, jedenfalls gelungen, DNS-Beweise künstlich herzustellen. The scientists fabricated blood and saliva samples containing DNA from a person other than the donor of the blood and saliva. Der rauchende Rä…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. August 2009 auf http://www.jurabilis.de.
strafblog | 13. Mai 2006 — heise-online weist in einem bedenkenswerten Artikel auf die Gefahr der "genetischen Sippenhaft" hin, welche bei der Anlegung von G…
Datenschutzbeauftragter Online | 17. Juni 2009 — Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass “weitere in der DNA-Analysedatei gespeicherte Spurendatensätze Merkmale von Person…
Strafverteidigung-Hamburg.com | 21. Oktober 2010 — Die Länge der Verjährungsfrist bestimmt sich nach der Höhe der angedrohten Strafe für die Verwirklichung des betreffenden Straf…
Rechtslupe | 12. Dezember 2008 — Die Nachtr??gliche Sicherungsverwahrung soll k??nftig auch bei nach Jugendstrafrecht Verurteilten angeordnet werden k??nnen. De…
strafprozess | 2. Oktober 2005 — Die NZZ am Sonntag berichtet über eine Studie von Simon A. Cole, welche 22 Fehlverurteilungen in den USA wegen falscher Zuordnung …
walfischbucht | 9. Mai 2006 — "... Seit 2004 kann die britische Polizei nach einem Gerichtsentscheid auch das DNA-Profil von Unschuldigen unbegrenzt lange aufbe…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 20. Oktober 2007 — 1. IP-Adressen sind personenbezogene Daten (vgl. LG Berlin, Urteil vom 10.11.2005 - Az. 27 O 616/05; AG Darmstadt, Urteil vom 30.0…
kanzlei-hoenig.de | 28. Mai 2008 — Immer wieder sind Entscheidungen von Ermittlern und Gerichten anzutreffen, in denen es ganz deutlich wird, daß mit dem Bauch …
strafblog | 12. April 2012 — @Rainer Pohlen: Für mich gilt der „Tank-Betrüger“ bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig ;-). Aber unter eine…
Handakte WebLAWg | 31. März 2007 — § 238 Nachstellung (1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich 1. seine räumliche Nähe aufsucht, 2. u…