Versuchter Totschlag an Straba-Haltestelle?
schreibmaschine | 15. November 2007 — Mit einer brutalen Attacke auf einen Betrunkenen muss sich seit Dienstag das Würzburger Schwurgericht beschäftigen: Ein 22-Jährige…
Weil er einen hilflosen Betrunkenen an einer Straßenbahnhaltestelle auf dem Heuchelhof brutal zusammengetreten hat, muss ein 23-jähriger Asylbewerber für fünf Jahre und drei Monate in Haft. Das Schwurgericht verurteilte den aus Palästina stammenden Mann wegen gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung.
„Solche Asylbewerber wollen wir hier eigentlich nicht“, sagte der Vorsitzende des Schwurgerichts, Richter Rainer Gündert. Diese Aussage hat inzwischen mindestens sieben gute Gründe: Sechs Vorstrafen hat sich der staatenlose Mann eingehandelt, seit er im Herbst 2001 nach Deutschland kam. Die meiste Zeit hat er gesiebte Luft geatmet. Abgeschoben werden kann er derzeit nicht, weil seine Staatsangehörigkeit ungeklärt ist. Auch das offizielle Alter von 23 Jahren scheint zweifelhaft. Nach dem äußeren Erscheinungsbild dürfte Ende zwanzig eher zutreffen.
Grund für die meisten seiner Taten war der Alkohol, von dem er sich nicht fernhielt, obwohl er moslemischen Glaubens ist. Auch bei einer Feier im Stadtstreicher-Milieu in einer Wohnung auf dem Heuchelhof am Abend des 5. August 2006 wurde kräftig gezecht. Im Lauf des Abends verpasste der Angeklagte einem Mann zwei Ohrfeigen, zusammen mit einem anderen Täter schlug und trat er schon in der Wohnung auf sein späteres Opfer ein. Später verfolgte er den Mann bis zur Straba-Haltestelle Madrider Ring, weil er ihm eine Abreibung verpassen wollte. Der 23-Jährige ging davon aus, dass der Betrunkene ihm die Polizei auf den Hals gehetzt hatte. In Wahrheit hatten Nachbarn wegen des Lärms bei der Feier die Polizei gerufen.
Mit schweren Schlägen und Tritten gegen den Kopf fügte der Angeklagte seinem Opfer schwerste Verletzungen zu und brachte den hilflosen Betrunkenen in akute Lebensgefahr. Passanten fanden den Bewusstlosen an der Haltestelle und riefen den Rettungsdienst. Wegen seiner schweren Hirnverletzungen wurde der Mann in ein künstliches Koma versetzt und verbrachte sechs Wochen im Krankenhaus. Durch die Tat hat er seinen Geruchssinn ve…
» Vollständiger ArtikelErschienen 27. November 2007 auf http://www.woetzel-online.info/.
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