Gebührenboykott
am 04.11.2006 von http://www.elbelaw.de/blawg
Merkwürdige Dinge ereignen sich an den Hochschulen in Deutschland: ein paar Kämpfer der “Gerechtigkeit” planen einen Studiengebührenboykott. Funktionieren tut das Ganze wie folgt:
Die Studiengebühren werden dabei auf ein Treuhandkonto überwiesen und, falls eine vorher festgelegte Anzahl (das Quorum) von Studierenden sich beteiligt haben, nicht an die Hochschule überwiesen, sondern mit der Landesregierung und der Hochschule über Gebührenfreiheit verhandelt. Wird das Quorum nicht erreicht, werden die Studiengebühren ingesamt mit Angabe der Matrikelnummern an die Hochschule überwiesen und die boykottierenden Studierenden sind regulär eingeschrieben. [Bildungswiki]
In Hamburg gab es im Rahmen der Verwaltungsgebühren zwei erfolglose Boykottversuche (bei einem Quorum von 13.000 Studenten beteiligten sich jeweils nur ca. 500 Studenten). Nun sollen aber große Geschütze aufgefahren werden (man vermutet, sogar mit Beteiligung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft [GEW]). Die TU Hamburg-Harburg hat schon mal vorgelegt:
Das Studierendenparlament (StuPa) der TUHH beschloss den Boykott einstimmig. Begründung: […] Bei einer Vollversammlung sprachen sich 400 Studenten für das Vorhaben aus. Vorgesehen ist, dass die 500 Euro für das Sommersemester 2007 nicht an die Universität, sondern auf ein Treuhandkonto überwiesen werden.
“Die Mindestbeteiligung der Studenten wird so hoch gesetzt, dass weder das Präsidium der TU noch die Verantwortlichen aus Verwaltung und Politik es verantworten können, alle zu exmatrikulieren”, sagt Eric Laurenz (22). [Abendblatt]
Der AStA der Universität Hamburg hat sich zum Boykott noch nicht geäußert. Das Studierendenparlament befasst sich mit dem Thema am kommenden Donnerstag. In beiden Gremien rechne ich mit / hoffe ich auf eine Ablehnung des Boykotts. Mal ganz abgesehen davon, dass 400 befürwortende Studenten …
Gebührenboykott nun auch in Hamburg gescheitert
ElbeBlawg / Was haben die Gegner von Studiengebühren nicht alles versucht. Letztes Mittel war der Gebührenboykott als “ziviler Ungehorsam”. Nachdem auch die Verlängerung der Frist (entgegen der eigenen AGB - der Anwalt der Boykotteure…
Zahl des Tages
ElbeBlawg / 482. So viele Studenten haben sich in diesem Semester am Verwaltungsgebührenboykott beteiligt, den ein paar linksextreme Langzeitstudenten organisieren. Dargestellt wird die Sache relativ simpel: ca. 40.000 Studenten hat die Uni Hamburg, wenn ei…
Studiengebührenverweigerer an der Uni Hamburg exmatrikuliert
ElbeBlawg / Die Universität Hamburg wird jetzt 1110 Studenten exmatrikulieren, weil sie ihre Gebühren nicht bezahlt haben. Sie werden damit nach den Semesterferien nicht mehr weiterstudieren dürfen, und können sich – wenn überhau…
Vorerst keine Studiengebühren in Bremen (VG Bremen)
ElbeBlawg / Bremens umstrittene Studiengebühren für Studenten mit Wohnsitz außerhalb der Stadt verstoßen gegen den Gleichheitsgrundsatz. Das Verwaltungsgericht Bremen gab damit Eilanträgen von mehreren Studenten gegen diese besondere For…
Freie Bildung für alle
ElbeBlawg / Aus Protest gegen die geplanten allgemeinen Studiengebühren wurde auch in Hamburg heute wieder protestiert. Vielleicht 300 von den insgesamt 40.000 Studenten, die an der Hamburger Universität eingeschrieben sind, zogen von einem beachtlich…
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