Grunewald: Bürgerliches Recht
Jurakopf | 30. September 2009 — Dieses Buch war für mich ein lohnender Notkauf. Mein Problem: Nach den Examensklausuren wollte ich im Zivilrecht brav weiter le…
Journalisten wollen manchmal gefährliche Dinge wissen: „Wie unterscheidet man schlaue Anwälte von guten?“ (das wüssten wir ja manchmal selbst ganz gerne…, nein natürlich nicht für die Selbsteinschätzung, sondern weil wir wissen wollen, wie es um die Gegenanwältin steht.) Aber Jürgen Kaube von der FAZ will es so genau gar nicht wissen, ihm geht es nur um die Illustration eines Problems in der Intelligenzforschung und er stellt gerade ein lesenswertes Buch von Dieter E. Zimmer vor, das sich mit dem Problem befasst, ob der IQ nun vererblich ist und was man daraus lernen oder auch nicht lernen kann. Und dabei geht es auch um das Verhältnis von Anwälten und Kfz.-Mechanikern, denn: „Die Berufsskala und die Bildungsabschlüsse sind nach dem IQ gestaffelt. Doch in mehr als drei Viertel aller Berufe, vom Physiker bis zum LKW-Fahrer, finden sich Personen mit den höchsten messbaren Intelligenzniveaus. Und mehr als die Hälfte aller Mechaniker schneidet in Tests besser ab als die schlechtesten Juristen, wobei beides wiederum nichts darüber sagt, ob es sich um gute Mechaniker und unfähige Anwälte handelt.“
Ich habe das Buch nicht gelesen und auch ganz schön lange keinen IQ-Test mehr gemacht – aber ich bin sicher ein schlechter Mechaniker, was blöd ist, weil mein Sohn ein großer Auto-Fan ist und einen Mitsubish sicher von einem Nissan unterscheiden kann, aber der Auffassung ist, dass bei Gericht nicht Staatsanwälte und Rechtsanwälte (oder von mir aus Richterinnen) das Sagen haben, sondern „Mamas“. Es ist auch blöd, weil man ja sieht, dass…
» Vollständiger ArtikelErschienen 21. Januar 2012 auf http://blog.menschenundrechte.de.
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