Gabriel: Unmut an der SPD-Basis über Sarrazin-Ausschluss

Berlin (Reuters) - Das Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin stößt an der SPD-Basis offenbar auf Unmut.

Parteichef Sigmar Gabriel sagte der Zeitung "Bild" (Mittwochausgabe) einem Vorabbericht zufolge: "In Zuschriften und Anrufen werden wir natürlich auch gefragt, ob das denn nötig ist." Der Umgang der Partei mit Sarrazin sei "den Wählern und an der SPD-Basis nicht leicht zu vermitteln". Es müsse klargestellt werden, dass es nicht um Sarrazins Kritik an den Fehlern der Integrationspolitik gehe, sondern um "sein fatales menschenverachtendes Menschenbild".

Der 65-jährige ehemalige Berliner Finanzsenator Sarrazin hatte mit Äußerungen über muslimische Einwanderer und Juden einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Vorstand der Bundesbank entscheidet heute (Mittwoch) über die berufliche Zukunft seines umstrittenen Mitglieds.



Quelle: Reuters (1. September 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Bundesbank , Spd , Western Europe , Europe , European Union , Thilo Sarrazin , Sigmar Gabriel , European Central Bank , German Language - General , German Language - Equities , Government / Politics , Economic Events / Macroeconomics , Diplomacy / Foreign Policy , Interest Rates / Policy , Eurozone AS A Whole , Central Banks / Central Bank Events , Currencies / Foreign Exchange Markets

Erschienen 1. September 2010 bei http://www.reuters.com.

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