Fußball WM 2006: Rote Karte für Zwangsprostitution
am 08.11.2005 von Menschenrechte
DEUTSCHER FRAUENRAT beschließt Kampagne anlässlich Fußball-WM 2006
Auf seiner Mitgliederversammlung hat der DEUTSCHE FRAUENRAT am 6.11.05 beschlossen, seine bisherigen Aktivitäten gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution im Rahmen der Fußball-WM 2006 mit einer Kampagne fortzusetzen. Hintergrund ist die zu erwartende Zunahme von Prostitution an den Austragungsorten der Spiele. In diesem Zusammenhang befürchten Menschenrechts- und Frauenorganisationen eine Ausweitung von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Für die Kampagne soll ein breites Bündnis aus Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen geschlossen werden. Als Unterstützer angefragt werden auch noch einmal die nationalen und internationalen Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft, der Deutsche Fußballbund, die Nationalspieler und die OberbürgermeisterInnen der zwölf Spielstätten. Die meisten dieser Adressaten haben auf einen ersten Appell des DEUTSCHEN FRAUENRATES, als Männer gegen Menschenhandel und Zwangs-prostitution öffentlich Stellung zu beziehen, bislang gar nicht oder ablehnend reagiert.
Die Kampagne verfolgt drei Ziele:
Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Sensibilisierung potenzieller Freier
Forderungen an die politisch Verantwortlichen
Mit einer Resolution machte die Mitgliederversammlung des DEUTSCHEN FRAUENRATES noch einmal deutlich, dass sich die Aktivitäten gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und andere erzwungene sexuelle Dienstleistungen (Arbeit in Peepshows oder in der Porno-Industrie etc.) richten - und nicht gegen Prostitution im Allgemeinen. Eine generelle Bestrafung von Freiern lehnt der DEUTSCHE FRAUENRAT ab. Denn er sieht darin die Gefahr einer Kriminalisierung von Prostitution und von Prostituierten. Dies würde den Errungenschaften des …
Rote Karte für sexuelle Ausbeutung
Handakte WebLAWg / Das Geschäft während der Fußball-Weltmeisterschaft wird in den meisten Branchen gut laufen - auch im ältesten Gewerbe der Welt. Aber käuflicher Sex muss fair sein, fordert der Deutsche Frauenrat. Er nutzt die Aufmerksamkeit zur WM und startet am…
Rote Karte für Zwangsprostitution
Handakte WebLAWg / Menschenhandel ist die moderne Sklaverei des 21. Jahrhunderts. In Europa ist Menschenhandel meist gleichbedeutend mit Zwangsprostitution. Statt Ketten werden Vergewaltigung und Psychoterror eingesetzt. Die Frauen werden ihrer Identität als Menschen…
Naomi Campbell unterstützt UN-Kampagne gegen Frauenhandel in Kolumbien
Menschenrechte / Die Dreharbeiten zu einem Film für eine Kampagne der Vereinten Nationen gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution in Kolumbien beginnen mit Naomi Campbell am Wochenende in Bogota. Schätzungen zufolge geraten jährlich mehrere hundert junge kolumbi…
Jährlich bis zu zwei Millionen Opfer von Menschenhandel
Menschenrechte / Brüssel (epd). Weltweit werden nach einer neuen Studie holländischer Organisationen jährlich zwischen 700.000 und zwei Millionen Frauen und Kinder Opfer von Menschenhandel. Das Thema Menschenhandel steht derzeit im Mittelpunkt der Aktivitäten vo…
Organisierte Kriminalität und Menschenhandel
strafprozess / Der Bundesrat beabsichtigt gemäss Pressemitteilung vom 26.20.2005, dem UNO-Übereinkommen gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität beizutreten und die beiden Zusatzprotokolle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel zu ratifizieren.…
Organisierte Kriminalität und Menschenhandel
Handakte WebLAWg / Der Bundesrat beabsichtigt gemäss Pressemitteilung vom 26.10.2005, dem UNO-Übereinkommen gegen grenzüberschreitende Organisierte Kriminalität (34 S. PDF) beizutreten und die beiden Zusatzprotokolle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel zu ra…
