Fußall verrückt: Nach Berufungsverfahren ist in Italien wieder Alles anders
strafblog | 25. Juli 2006 — Der AC Milan, Lazio Rom und AC Florenz können aufatmen: Im Berufungsverfahren im italienischen Schiedsrichter-Bestechungs-Skandal …
Das Sportgericht des italienischen Fußballverbandes hat gestern seine Entscheidung im Manipulationsskandal der 1. italienischen Liga verkündet. Danach steigen 3 Vereine, nämlich Juventus Turin, Lazio Rom und der AC Florenz, in die 2. Liga ab. Turin wird zudem mit 30 Minuspunkten für die kommende Saison belastet, so dass ein sofortiger Wiederaufstieg kaum möglich sein dürfte. Rom und Florenz starten mit 12 bzw. 7 Minuspunkten. Der AC Mailand bleibt in der ersten Liga, bekommt aber für die vergangene Saison 44 Punkte rückwirkend abgezogen und darf ebenso wie die in die 2. Liga rückversetzten Vereine nicht im Europapokal starten. Von dem Zwangsabstieg betroffen sind 13 Mitglieder des italienischen Weltmeisterteams. Zahlreiche Funktionäre der betroffenen Teams wurden mit Berufsverboten im Bereich des Fußball von bis zu 5 Jahren belegt. 5 von 8 angeklagten Schiedsrichtern wurden freigesprochen, einer mit einer Sperre von 4 1/2 Jahren belegt Die Staatsanwaltschaft hatte wesentlich härtere Strafen gefordert. Unter anderem sollten Turin und Mailand in die 3. Liga absteigen. Turins Präsident Giovanni Cobolli kündigte noch am Abend an, gegen das Urteil Einspruch einlegen zu wollen. Die anderen Vereine haben hierzu ebenfalls Gelegenheit. Allerdings muss jetzt Alles schnell gehen, da bis zum 25. Juli die Liste der Starter für die europäischen Wettbewerbe vorliegen muss. Kurios am Rande: Dem AC Mailand wurde nachträglich der Meistertitel für die Saison 2004/2005 zugesprochen (damals 2. hinter Juventus Turin). Für die Saison 2005/06 wurde der Tabellendritte Inter Mailand zum Meister erklärt. Juve wurde auc dieser Titel aberkannt. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
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