Führerschein gerettet, alma mater und Wochenende – Was will man mehr?

Heute eine Strafverteidigung vor dem Amtsgericht in Münster:

Die Fahrerlaubnis des Mandanten war in Gefahr, sollte er doch – laut den beiden Zeugenaussagen in der Akte – über ca. 20 Kilometer hinweg auf der Autobahn mit seinem Sattelzug so dicht auf den Pkw der Zeugen aufgefahren sein, daß man das Kennzeichen des Sattelzuges nicht mehr erkennen konnte, wobei er dann auch noch regelmäßig die Lichthupe betätigt habe.

In der heutigen Verhandlung klangen die Zeugen weit weniger dramatisch: In der ersten Schilderung tauchte die Lichthupe gar nicht mehr auf. Erst auf Nachfrage war es dann „möglich“, daß die Lichthupe einmal betätigt worden war. Dicht aufgefahren, ja, das sei er, aber die Strecke, über die sich das ereignet haben sollte, konnten die Zeugen nicht einmal annähernd schätzen. Laut Zeuge A begann das dichte Auffahren erst 10 Minuten nach dem Auffahren auf die Autobahn, laut Zeuge B war es zehn Minuten nach dem Auffahren auf die Autobahn bereits abgeschlossen. Auch bei der Frage, wer sich denn das Kennzeichen des Sattelzuges aufgeschrieben hatte, waren sich die Zeugen nicht einig.

Im Ergebnis wurde das Verfahren ohne Auflage eingestellt. Die Nötigung war auch aus Sicht des Gerichts nicht festzustellen, so daß allenfalls eine Ordnungswidri…

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Themen: Erinnerungen , Alma Mater , Akte , Nötigung IM Straßenverkehr , Abstandsunterschreitung , Rechtsanwalt Aurich
Rechtsgebiet: Strafrecht

Erschienen 2. Dezember 2011 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.

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