FTD: Privatversicherer zahlen für Arzneien nur noch Kassentarif

Berlin (Reuters) - Union und FDP wollen einem Zeitungsbericht zufolge die jahrzehntealte Trennung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung aufbrechen.

Künftig sollen private Krankenversicherer (PKV) für neue Arzneimittel die gleichen Preise zahlen wie gesetzliche Krankenkassen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe). Die Union wolle im Zuge der Gesundheitsreform außerdem durchsetzen, dass gesetzliche und private Versicherer stärker kooperieren. Sie sollen nicht nur gemeinsame Geschäftsstellen unterhalten, sondern auch Leistungen für Versicherte zu den gleichen Konditionen einkaufen können.

Konkret beschlossen die Fachleute von CDU, CSU und FDP dem Blatt zufolge, das "Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts" in einem wichtigen Punkt zu ändern. So sollen Preise für neue Medikamente, die künftig der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mit den Herstellern aushandelt, auch für private Versicherer gelten.

Bisher zahlen die Privatversicherer weit höhere Preise für Arzneimittel als gesetzliche Kassen (GKV), da sie von den zahlreichen staatlichen Preisregeln für Medikamente ausgeschlossen sind. In der Industrie dürfte die Entscheidung für lauten Protest sorgen, da die Privatversicherer für die Arzneiunternehmen besonders lukrative Kunden sind.



Quelle: Reuters (6. September 2010)

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Themen: Berlin , Cdu , Protest , Gkv , Western Europe , Europe , European Union , Financials , Financial Times , Insurance , Healthcare , German Language - General , German Language - Equities , Government / Politics , National Government Debt , Eurozone Countries , Health / Medicine

Erschienen 6. September 2010 bei http://www.reuters.com.

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