Frist wegen falschem Aktenzeichen versäumt – Pech für den Anwalt

Überfliegt ein Anwalt den Schriftsatz, den sein angestelltes Büropersonal angefertigt hat, lediglich kurz und bemerkt er ein falsches Aktenzeichen nicht, liegt darin ein Verstoß gegen die erforderliche Sorgfalt eines gewissenhaften Rechtsanwalts, entschieden die Senatsrichter am Oberlandesgericht (OLG) Celle mit Beschluss vom 29. Mai 2009 – AZ: 14 U 76/09.

Ein Fall für die Vermögensschadenshaftpflichtversicherung des betreffenden Rechtsanwalts.

Der Rechtsanwalt hatte seiner Berufungsschrift keine Abschrift des angefochtenen Urteil aus I. Instanz beigelegt. Zudem gab er sowohl das Aktenzeichen der I. Instanz als auch den Namen und die Postleitzahl der Berufungsklägerin falsch an. Infolge konnte das Gericht die Berufung einem Verfahren nicht zuordnen und kam daher zum Schluss, dass die Berufung bereits unzulässig sei. Da keine Widereinsetzung in den vorigen Stand gewährt wurde, ist die Entscheidung I. Instanz rechtskräftig geworden. Die Erfolgsaussichten der Berufung werden daher höchstens noch inzide…

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Themen: Anwalt , Haftung , Urteil , Rechtsanwalt , Olg Hamburg , Anwaltshaftung , Pech , TV
Rechtsgebiet: Zivilprozessrecht

Erschienen 10. August 2009 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

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