Friedliche Zeiten
am 20.05.2007 von strafprozessIn den Beilagen der NZZ vom 18. Mai 2007 (Dossier Jugendgewalt, kostenpflichtig) diskutiert, wieso unsere Gesellschaft trotz rückläufiger Kriminalität (inkl. Jugendkriminalität) als immer brutaler wahrgenommen wird. Hier ein Zitat aus dem Einleitungstext von Markus Hofmann:Dass selbst vergleichsweise geringe Gewalttaten mediale Aufmerksamkeit finden,lässt auf eines schliessen: Wir leben in einer im Grunde friedlichen Zeit. Nurin einer solchen können Taten, die bis vor nicht so langer Zeit als nicht derRede wert galten, für Polizeieinsätze, Schlagzeilen und für staatlich geförderteErziehungs- und Gewlatpräventions-Programme sorgen.Aus einem Interview mit Wilfried Breyvogel zur Entwicklung der Gewalttaten von Jugendlichen:Hier verzeichnen wir seit 2002 insgesamt eine leichte Zunahme sowohl bei derschweren und gefährlichen Körperverletzung wie auch beim Raub sowie bei derräuberischen Erpressung. [...] Das lässt sich mit dem Phänomen des sogenanntenAbziehens erklären. Jugendliche kreisen dabei ihr Opfer ein, bedrohen es mitGewalt oder wenden solche an, um Handys, Geld oder Kleider zu stehlen. Die Täterwissen oft nicht, dass sie damit den Straftatbestand des Raubes erfüllen undsomit ein schweres Delikt begehen.Ich wusste gar nicht, dass Abziehen wieder praktiziert wird. Als Kinder haben wir das doch in jeder Pause und auf jedem Schulweg selbst mitgemacht oder erlebt. Wir wussten natürlich, dass das nicht erlaubt war, aber als Schwerkriminelle kam sich dabei sicher keiner vor. Zu Unrecht: Wer sich die Strafandrohung von Art. 140 StGB vor Augen führt, muss zum Schluss kommen, dass das Abziehen eine der schwersten Straftaten überhaupt ist, zumal ja in der Regel bandenmässig vorgegangen wird: Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren.Haben Sie sich auch eben dabei ertappt, über die absolute Verjährung nachzudenken?
Morgendliche Reise
Juristisches und Sonstiges / Morgen früh trete ich eine Reise in die Landeshauptstadt St. Pölten an. Dort sitzt die Rechtsanwaltskammer Niederösterreich. Der Routenplaner sagt, dass ich 1:10 brauchen werde. Der ahnt aber nicht, dass Morgen Montag und daher traditi…
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Freiberuflicher Bauleiter
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Jugendkriminalität und Statistiken
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten / Ähnlich wie bei dem angeblich steigenden sexuellen Missbrauch von Jugendlichen sind bei der Frage der Jugendkriminalität Statistiken sensibel zu lesen. Eine Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ermittelt Risikofaktor…
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Sinkende Fallzahlen auch bei der Jugendgewalt
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BGH: Unkenntnis des Opfers von der Drohung schließt schweren Raub aus
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Köln: Haftbefehl gegen 4 jugendliche Brutalos
strafblog / Im Newsticker von BILD.de wird mitgeteilt, dass die Polizei in Köln einer brutalen Jugendbande das Handwerk gelegt habe, die insbesondere gegen Schüler und sozial Schwache mit brutaler Gewalt vorgegangen sei. Den insgesamt 10 Beschuldigten, die zwi…
Vom Fall Marco W., der absoluten Altersgrenze des § 176 StGB sowie fehlender Normkenntnis
Jurabilis / Die FAZ befragt vor dem Hintergrund des aktuell in den Medien extensiv diskutierten „Falls Marco W.“ in einem Interview den früheren Generalstaatsanwalt Ostendorf zu § 176 StGB (sexueller Missbrauch von Kindern). Bei seinen insgesamt gut ve…
Augen sind keine Kameras
Datenschutzbeauftragter Online / In letzter Zeit finde ich immer häufiger Vergleiche dieser Art in Diskussionen vor: Du gehst ja auch sonst auf die Strasse - ob dich nun ein Passant beobachtet (was dich nie störte) oder eine Kamera, das macht nun keinen Unterschied. Ich denke, man…
24.06.2005 Zypries übernimmt Schirmherrschaft für Opferhilfezent
Bundesjustizministerium / Bundesjustizministerin Brigitte Zypries baut ihr Engagement für Opferschutz weiter aus und hat heute die Schirmherrschaft für ein neu gegründetes Opferhilfezentrum in Darmstadt übernommen. In diesem Zentrum wird jugendlichen Kriminalit…
