Freiheitsberaubung?
am 11.03.2007 von andere Ansicht vertretbar
Jeder hat in irgendeinem Ladengeschäft bestimmt schon mal den Spruch “Rundgang nur mit Korb” gehört oder gelesen. Zugegeben, das wird in letzter Zeit weniger, kommt aber doch ab und zu noch vor. Dann aber gleich in verschärfter Variante.
Heute stellte sich mir in einem Geschäft eine Mitarbeiterin entgegen, die mich höflich, aber bestimmt (eigentlich bestimmter als höflich) darauf hinwies, dass jeder Besucher einen Korb nehmen müsse. Der Hinweis, dass unsere aus drei Personen bestehende Gruppe schon zwei Körbe im Besitz hatte, prallte wirkungslos ab. Daraufhin entschied ich mich, das Geschäft eben wieder zu verlassen. Einfacher gesagt als getan. Die Tür, durch die ich gerade hereinkam, sei nur ein Eingang, der Ausgang erst am Ende eines - wie sich später herausstellte - Labyrinths aneinander gereihter Verkaufsräume. Gut, man kann also nicht rückwärts wieder raus. Aber auch nicht weiter, jedenfalls nicht ohne Körbchen, das wusste ich ja schon.
Kurz schoss mir durch den Kopf, ob diese Verpflichtung, ein Körbchen zu nehmen, jetzt eine Ausprägung des Hausrechts sein könnte oder eine AGB eines noch bevorstehenden (und dann tatsächlich geschlossenen, das Körbchen konnte ja nicht leer bleiben) Kaufvertrags. Völlig egal, irgendwie fühlte ich mich gezwungen, einen Korb zu nehmen. Ich wollte ja irgendwann wieder rauskommen aus dem Labyrinth, und zwar ohne langatmige Diskussionen.
Den Korb überantwortete ich nach Erhalt einer anderen Person meiner Gruppe, woraufhin diese mit zwei Körbchen, ich dann doch …
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