Frauen erhalten deutlich niedrigere Löhne als Männer

Berlin (Reuters) - Frauen verdienen noch immer deutlich weniger als Männer in denselben Berufen.

Im Jahr 2006 habe der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen mit 14,05 Euro knapp ein Viertel unter dem ihrer Kollegen gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Die größten Unterschiede gab es bei unternehmensnahen Dienstleistungen, im Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Dagegen bestand nur ein geringer Lohnabstand im Bergbau, in der Verkehr- und Nachrichtenübermittlung sowie im Gastgewerbe. Allerdings arbeiten in diesen Branchen auch nur wenig Frauen. In keinem Wirtschaftszweig verdienten Frauen im Schnitt mehr als Männer.

Je älter die Beschäftigten sind, umso größer ist zwischen Frauen und Männern der Unterschied bei den Löhnen. Während er in der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre im Schnitt bei zehn Prozent lag, betrug er bei den 30- bis 34-Jährigen bereits 15 Prozent. Bei den 60-Jährigen und Älteren war der Unterschied mit 31 Prozent am größten.

In den alten Bundesländern klafft die Schere zwischen den Löhnen von Frauen und Männern mit 25 Prozent deutlich weiter auseinander als in Ostdeutschland mit sechs Prozent. Die Ursache liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im wesentlich höheren Verdienst der Männer im Westen als im Osten: Der Bruttostundenverdienst von Männern im früheren Bundesgebiet lag 49 Prozent über dem ihrer Kollegen in den neuen Ländern. Bei Frauen betrug die Differenz 19 Prozent.



Quelle: Reuters (26. August 2008)

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Themen: Berlin , Kredit , Kollegen , Verdienen

Erschienen 26. August 2008 bei http://www.reuters.com.

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