Fotoausstellung „Hiroshima: Ground Zero 1945″

Am Morgen des 6. August 1945 warf der amerikanische Bomber „Enola Gay“ die erste Atombombe „Little Boy“ über der japanischen Metropole Hiroshima ab. Binnen Sekunden verwüstete die Druckwelle den größten Teil der Stadt. Einen Monat nach den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki untersuchte eine US-Spezialeinheit die Folgen der atomaren Verwüstung. Tausende Fotos dokumentieren den Schrecken der neuen Superwaffe. 700 bedrückende Aufnahmen von Hiroshima waren lange Zeit verschollen und sind erst vor Jahren durch eine Zufall wieder aufgetaucht; die Geschichte dieses Zufalls der im Sperrmüll gefundenen Bilder und woher sie stammen und in Privatbesitz gelangten, wird in diesem Beitrag geschildert mit einer Auswahl von Bildern als Bilderstrecke (Fotos des Beitrags dort vom International Center of Photography zur Verfügung gestellt ) und in diesem Video.

Ein Teil von ihnen ist derzeit im New Yorker International Center of Photography zu sehen. Andere Fotos der Physical Damage Division aus Hiroshima lagern schon seit Jahrzehnten in den National Archives, ohne dass sie von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wurden.

Zu den nachdrücklich besonders bedrückenden Bildern gehört – erschreckend symbolisch auf ersten Blick für die Opfer, auf den zweiten, daran zugleich sichtbar bleibend als Metapher für den Menschen als solchen, der seinen Fussabdruck in der Geschichte der Menschheit zurücklässt und im Leben anderer und selbst derer, die durch ihn ausgelöscht werden und dennoch nicht ohne eine letzte Spur zu hinterlassen – der Fußabdruck eines Menschen auf einer Brücke, bevor er von der Hitze und der Strahlung ausgelöscht wurde.

Ein Eindruck, der in seiner Parallele zur Sicherung von Spuren durch Kennzeichnung auf dem Boden nicht geringer wird: In dem Pfeil daneben, angefertigt von einem Mitarbeiter eines US-Erkundigungsteams, der die Richtung der Druckwelle kennzeichnet.

Die Ausstellung „Hiroshima: Ground Zero 1945″ im International Center of Photography in New York läuft noch bis zum 28. August.

Bilder gelten – nicht immer ohne Kontroverse über die Grenzen ihrer Authentizität besonders seit den Optionen digitaler Fälschung – als historische Belege und Beweismittel. Hinsichtlich der Bilder jener Ausstellung besteht eine solche Diskussion nach der geklärten Spur vom Fund im Sperrmüll zurück zum Besitzer und wie sie in dessen Privatbesitz kamen offenkundig nicht, abgesehen von der anfänglichen Frage, wie und warum sie in dessen Privatbesitz gelangten.

Nachdenklich macht aber auch anderes: Wären und wann wären Bilder wie diese aus den Archiven in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt ? Bis 1951 waren die Bilder laut Bericht unter Verschluss, aber danach? Welche etwaige historische Bearbeitung und Auswertung war ihnen bisher oder wäre ihnen zuteil geworden, hätte i…

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Erschienen 4. Juli 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.

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WH Committee: Report of the 20th Session, Merida 1996
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