EU erhöht Grenzwerte für japanische Lebensmittel
LawBlog | 29. März 2011 — Die EU zieht erste lebensmittelrechtliche Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Japan. Am 25. März wurden per Verordnung d…
click Die Verbraucherorganisation foodwatch und das Umweltinstitut München e.V. haben die Informationspolitik der Bundesregierung über die Lebensmittelsicherheit nach der Reaktorkatastrophe in Japan kritisiert. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verweise seit Tagen auf „verstärkte Kontrollmaßnahmen“ und „spezielle Schutzstandards“ – sie informiere die Öffentlichkeit jedoch nicht darüber, dass die EU-weit geltenden Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus den betroffenen Regionen Japans am vergangenen Wochenende deutlich erhöht wurden.
Die EU-Kommission beschloss in ihrer Verordnung vom 25. März 2011, dass Nahrungsmittel aus radioaktiv belasteten Präfekturen Japans eingeführt werden dürfen, selbst wennsie die üblichen Grenzwerte überschreiten. Japanische Lebens- und Futtermittel müssen nur noch die Höchstwerte einhalten, die nach Tschernobyl für den Fall eines nuklearen Notstands festgelegt wurden. (siehe auch diese Info des Umweltinstituts) Begründet wird dies nach einer gemeinsamen Presseerklärung von Foodwatch und dem Umweltinstitut München eV vom 29.3.2011 damit, dass man mit dieser Verordnung die Ernährung der Bevölkerung nach einem erneuten GAU sicherstellen wolle. Dies sei – so Foodwatch und das Umweltinstitut – jedoch wegen der nur geringen Einfuhrm…
» Vollständiger ArtikelErschienen 30. März 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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