Frauen Foltermord: Foltermord-Prozess: Intime Beziehungen zu drei Frauen
schreibmaschine | 23. Juni 2007 — Auch am vierten Verhandlungstag im Prozess um den brutalen Foltermord in Volkach (Kreis Kitzingen) wurden wieder neue Einzelh…
Keine neuen gruseligen Details der Tat, sondern das angespannte Verhältnis zwischen Täter und Opfer stand am dritten Verhandlungstag im Prozess um einen brutalen Foltermord in Volkach (Kreis Kitzingen) im Mittelpunkt. Bekannte und Verwandte des 51-jährigen Angeklagten und seiner Stiefmutter sind sich einig, dass es zwischen den beiden häufig „Stress und Reibereien“ gab.
Der 51-jährige Maschinenbauer hat gestanden, seine 73-jährige Stiefmutter im Keller des gemeinsam bewohnten Hauses in Volkach (Kreis Kitzingen) nach einem Streit getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, die Rentnerin aus „tiefem Hass“ stundenlang sadistisch gefoltert, missbraucht und anschließend zerstückelt zu haben (wir berichteten mehrfach). Glaubt man Zeugenaussagen, dann sind sich die 73-Jährige und ihr Stiefsohn bereits aus dem Weg gegangen, als der Vater des Angeklagten noch am Leben war. „Darunter hat der Vater sehr gelitten“, sagte eine Bekannte des Mannes, der 2001 verstarb.
Nach seinem Tod müssen die Auseinandersetzungen zwischen der Stiefmutter, die bis zu ihrem Ableben Eigentümerin des Hauses war, und dem Angeklagten immer schlimmer geworden sein. „Es war ein sehr belastetes Verhältnis“, meinte ein Freund der Rentnerin, der zuletzt vier Jahre vor der Tat regelmäßigen Kontakt mit ihr hatte. Gestritten wurde über nicht verschlossene Haus- und Wohnungstüren, über frisch gepflanzte und wieder herausgerissene Blumen im Garten und immer wieder über das Wassergeld. Der Stiefsohn betreibe „psychologische Kriegsführung“, um sie aus dem Haus zu drängen, hat die Rentnerin zu ihrem Bekannten gesagt. „Wenn mir etwas zustößt, dann kann nur er es gewesen sein“, soll sie sechs Wochen vor ihrem Tod geäußert haben.
Der Angeklagte war nicht der einzige Verwandte, der mit der zweiten Ehefrau des Vaters nicht zurecht kam. Auch sein Onkel ließ gestern vor dem Schwurgericht in Würzburg kein gutes Haar an dem Mordopfer. „Sie war mir von Anfang an unsymphatisch, weil sie sich i…
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