Flatrate-Sex im Kreuzfeuer

Flatrate-Sex, ein Billigangebot eines Sex-Clubs in Berlin, gerät unter politisches Kreuzfeuer und und soll nach Meinung einiger Kritiker verboten werden, wie Flatrate-Saufen. Ob das eine mit dem anderen etwas zu tun hat und ob eine Vergleichbarkeit vorhanden ist, wird sicher einer ausführlichen politischen Diskussion zugeführt. Auf Flatrate-Sex im "Pussy Club" steht nicht jeder! Die Bordell-Kunden jubeln natürlich über das neue Endlos-Fummeln zum Geiz-Festpreis von 70 Euro. Aber Politiker und Experten sehen rot, wenn sie an die harte Belastungsprobe für die Prostituierten denken. Ausbeutung bis hin zu Gesundheitsschäden: Das befürchten die Flatrate-Kritiker als Folge der Billig-Sex-Aktion.

Man kann es nicht allen rechtmachen. Viele Bordelle greifen in der Wirtschaftskrise zu knallhart kalkulierten Rabatt-Aktionen, um irgendwie zu überleben. Vom Preisnachlass für Hartz-IV-Empfänger bis zum Rentner-Bonus ist alles drin. Und jetzt eben auch Flatrate-Freuden.

"Sex mit allen Frauen! So lange, so oft und wie du willst", verspricht die Internet-Seite des "Pussy Club" zum 70-Euro-Festpreis. Nur: Was bleibt von dem Mini-Betrag für die Frauen übrig? Und wie fühlen sie sich wohl als Billig-Ware?

"Das Angebot gehört genauso verboten wie Flatrate-Trinken in Discos", sagt Ursula Künning (57), Referentin beim Landesverband der Grünen. Nicht die Sex-Gelüste von Männern, sondern das Wohl ausgebeuteter Huren mü…

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Themen: Hartz IV , Bonus , Geiz , Pauschalpreis Sex Hamburg

Erschienen 23. März 2009 auf http://strafprozess.blogspot.com.

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Kommentare zu "Flatrate-Sex im Kreuzfeuer":

24. März 2009 von Noichi Ku — Find ich wirklich lustig, über was sich die Politiker so echauffieren. Natürlich muss darüber gewacht werden, dass auch Mitarbeiter/innen dieses Gewerbes nicht ausgenutzt werden (wobei - werden die das nicht sowieso?). Aber mal ganz ganz ehrlich, ich glaube kaum, das Flatrate-Sex diese Damen überbeanspruchen wird, denn die Biologie (oder wenn man(n) will: Gott) hat bei uns Männern eine gewisse Latenz zwischen den einzelnen Erektionszuständen eingebaut. Und die nimmt mit der Zahl aufeinander folgender Erektionen/Ejakulationen zu. Mit Verlaub, ich halte das vielmehr für einen schlauen Marketing-Gag des Etablissement-Betreibers, zumal laut der bunten Presse ja noch immer viele Frauen darüber klagen, dass ihre Männer nach vollbrachten Verkehr einschlafen. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren aus der Politik mal den wirklich wichtigen Fragen unsererGgegenwart widmen: wo ist all das Geld hingekommen, das unsere Pleite-Vorstände irgendwie und irgendwo versenkt haben? Vielleicht sollte man sich da mal drum kümmern, dass die Kreditrücklagen der Banken nicht mehr zum Großteil aus rein virtuellem Geld bestehen. Außerdem sollte man einmal andenken, ob man Manager wie Herrn Funke, der trotz seines eklatanten Versagens die Fortzahlung seines Managergehalts einklagt (denn eigentlich wäre sein Arbeitsvertrag noch einige Jahre gelaufen), wegen gefährlichem Größenwahns besser in eine geschlossene Anstalt einweist. Da stellt sich mir die Frage, wie das bei einem traditionellen unbefristeten Arbeitsvertrag eines/r ganz normalen Angestellten oder Arbeiters/in aussieht. Müssten diese nicht aufgrund der Unbefristetheit des Vertrages (man geht also davon aus, dass der/die MA/in bis zum Ende seines Lebens beim Unternehmen bleibt) bei Entlassung die Fortzahlung ihres Gehalts von diesem Unternehmen bis zum Renteneintrittsalter erhalten? Das würde ich zumindest logisch aus dem Verhalten und den Forderungen der manager folgern (Induktionsschluss). Oder ist die Kaste der Manager eine gottgegebene Daseinsform, die sich in irgendeiner Art (ich kann mir derzeit aber nicht vorstellen in welcher auch immer) sich vom normalen Menschen abhebt (doch, da fällt mir etwas ein: in Dummheit, Arroganz, Gier, Überheblichkeit ...)
31. März 2009 von Jean-Luc — ...ich weiß zufällig was die Mädels verdienen. Wirklich genug, egal wie viele Freier die haben. Sie werden viel besser behandelt als vegleichbare Mädels in anderen Clubs.
31. März 2009 von Eugen — naja, ist schon in ordnung, Die Mädels werden ja zu nix gezwungen, ist halt ein Job, verkaufen wir uns nicht alle unter Preis?
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