Fixe Ideen führen hinter Gitter
am 31.01.2007 von schreibmaschineZwei weitere Mitglieder einer ganzen Bande von Haschisch-Kurieren müssen für längere Zeit hinter Gitter. Das Landgericht verurteilte einen 45-jährigen KfZ-Mechaniker zu 7 Jahren und 9 Monaten, seine 40-jährige Lebensgefährtin zu 7 Jahren und 3 Monaten Haft. Ein Pärchen in einem Wohnmobil ist unauffälliger als ein einzelner Mann mit Rasta-Frisur: Deshalb waren der KfZ-Mechaniker und die Verkäuferin, beide aus Würzburg, beide seit Jahrzehnten drogenabhängig, bei der Bande von Haschisch-Dealern in Spanien gerne gesehen. Tonnenweise kam der Stoff aus Marokko, wurde von dem 45-Jährigen und anderen Tätern versteckt in Wohnmobile eingebaut und dann von Spanien aus – teilweise über ein Grundstück bei Randersacker – nach Frankreich, Italien oder Dänemark transportiert. Meist fuhr dem Wohnmobil ein Begleit-PKW voraus, um die Kuriere vor Polizeistreifen zu warnen. In die achtköpfige Bande hineingeraten ist das Würzburger Pärchen wegen seiner „fixen Ideen“, sagte der Vorsitzende der 5. Strafkammer, Burkhard Pöpperl. Die beiden wollten nämlich ins sonnige Spanien übersiedeln und dort auf einem Grundstück in einen Campingplatz oder Eigenheime investieren. Das nötige Kleingeld und Haschisch für den Eigenkonsum verdienten sie sich fast ein ganzes Jahr lang durch die europaweiten Kurierfahrten und andere Tätigkeiten.Unter anderem wurden in einem Fall 360 Kilo Haschisch auf ihrem Grundstück an der Sonnenküste „gebunkert“. Am Vertrieb von fast einer dreiviertel Tonne Haschisch waren die Angeklagten laut ihrem eigenen Geständnis direkt beteiligt. „Fast das gesamte Haschisch ist in den freien Verkehr gelangt und hat junge Leute verseucht“, sagte Pöpperl. Für ihre Tatbeiträge kassierte das Pärchen rund 10.000 Euro und kiloweise Haschisch. Für …
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