Finanzministerium: Steuerfahndung bringt Milliarden

Berlin (Reuters) - Der Kampf gegen Steuerhinterziehung bringt für den Fiskus jährlich Milliardensummen.

"Allein im Jahr 2007 wurden 1,6 Milliarden Euro infolge des Einsatzes der Steuerfahndung als Nachzahlung festgesetzt", schrieb der neue Finanzstaatsekretär Jörg Asmussen im Vorwort zum Monatsbericht seines Ministeriums, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Blick in die Steuerstrafsachenstatistik zeige, wie notwendig eine effektive Missbrauchsbekämpfung sei, um Steuergerechtigkeit und stabile Staatsfinanzen zu sichern. Zudem sorge allein die Existenz einer Steuerfahndung dafür, dass potenzielle Steuerhinterzieher abgeschreckt und verunsichert würden. "Steuerhinterziehung ist eben kein Kavaliersdelikt, sondern ein strafbarer Betrug an allen ehrlichen Bürgerinnen und Bürgern", schrieb er.

Experten schätzen, das dem Fiskus jährlich rund 30 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung entgehen. Genaue Zahlen dazu gibt es allerdings nicht.

Die Einführung einer einheitlichen persönlichen steuerlichen Identifikationsnummer für Bürger in Deutschland stellt laut Asmussen einen wichtigen Schritt hin zu einer effizienteren und moderneren Steuerverwaltung dar. Die Zusammenführung der verschiedenen Nummernsysteme für Einkommensteuer, Kindergeld und Zulagen zu einer einzigen Identifikationsnummer bringe für die Finanzverwaltung wie für die betroffenen Bürger Verbesserungen und Erleichterungen. Die neuen Nummern werden derzeit mit einer der größten Versandaktionen in der Geschichte Deutschlands an den Empfänger gebracht. Weit über 80 Millionen Briefe mit einem Gesamtgewicht von über 1000 Tonnen müssten im Zuge dessen verschickt werde.



Quelle: Reuters (21. August 2008)

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Themen: Berlin , Finanzministerium

Erschienen 21. August 2008 bei http://www.reuters.com.

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